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GEOINFORMATIONSSYSTEME 0 - Runder Tisch GIS · PDF fileImpressum Runder Tisch Geoinformationssysteme e.V. Technische Universität München Institut für Geodäsie, GIS und Landmanagement

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    GEOINFORMATIONSSYSTEME

    LEITFADEN ZUR DATENQUALITT FR PLANUNGSBROS UND BEHRDEN

    www.rundertischgis.de

  • Impressum Runder Tisch Geoinformationssysteme e.V.

    Technische Universitt Mnchen

    Institut fr Geodsie, GIS und Landmanagement

    Arcisstr. 21

    80290 Mnchen

    Internet: www.rundertischgis.de

    Email: [email protected]

    1. Auflage, Mrz 2005

    ISBN 3-935049-87-0

    Runder Tisch GIS e.V.

    Alle Rechte vorbehalten. Auszug, Vervielfltigung oder Nachdruck fr gewerbliche Zwecke nicht gestattet.

    Druck: Bayerisches Landesvermessungsamt, Mnchen

  • Geoinformationssysteme

    Leitfaden zur Datenqualitt fr Planungsbros und Behrden

    Verfasser:

    Dipl.-Ing. Andrea Schukraft, Institut fr Angewandte Forschung,

    Hochschule fr Wirtschaft und Umwelt, Nrtingen-Geislingen

    Prof. Dr. Roman Lenz, Institut fr Angewandte Forschung,

    Hochschule fr Wirtschaft und Umwelt, Nrtingen-Geislingen

    Herausgeber:

    Runder Tisch Geoinformationssysteme e.V.

    Mnchen, Mrz 2005

  • Redaktionsteam

    Mitglieder des Runden Tisch GIS e.V.

    Kommunen

    Brgermeister Dieter Fischer, Burgberg

    Helmut Reichenstetter, Ingolstadt

    Planungsbros

    Prof. Jrg Schaller

    Ulrich Voerkelius

    Landratsmter

    Dr. Ulrich Huber, Cham

    Mario Kala, Starnberg

    Franz Silberbauer, Dachau

    Firmen

    Stefan Geist, N-ERGIE

    Winfried Kopperschmidt, PLEdoc

    Gnter Kraus, RIWA

    Bayerische Vermessungsverwaltung:

    Dr. Michael Stockwald

    Dr. Robert Roschlaub

    Technische Universitt Mnchen

    Simone Heindl

    Anette Huber

    Prof. Matthus Schilcher

    Projektleitung und Projektkoordination Dr. Gabriele Aumann

    Horst Gotthardt

    Prof. Matthus Schilcher

    Ulrich Voerkelius

  • 5

    Inhaltsverzeichnis Gruwort 6

    Vorworte 7

    1 Einleitung 9 1.1 Der GIS Einstieg ist geschafft 9 1.2 Die Zielgruppe 9 1.3 Das Thema Qualitt 9

    2 Qualitt und GIS 10 2.1 Was bedeutet Qualitt von Geodaten? 10 2.2 Verschiedene Aspekte von Datenqualitt 10 2.3 Grnde fr heterogene Datenqualitt 11 2.4 Beurteilung von Datenqualitt 12

    3 Qualittssicherung bei Geodaten 15 3.1 Allgemeine Informationen zu den Geodaten 16 3.2 Datenstruktur und Datenformat 16 3.3 Geometrien 18 3.4 Sachdaten 25 3.5 Dokumentation und Metadaten 28

    4 Datenaustausch 34 4.1 Vermeidung von physischem Datenaustausch 34 4.2 Bezug bestehender Daten 35 4.3 Datenaustausch in Projekten 36 4.4 Ausschreibungen 37

    5 GIS-Einsatz in Behrden 39 5.1 Warum sind Qualittsaspekte wichtig? 39 5.2 Wie kann man in Behrden Qualittsaspekte bercksichtigen? 39

    6 GIS-Einsatz in Planungsbros 41 6.1 Warum sind Qualittsaspekte wichtig? 41 6.2 Wie kann man in Bros Qualittsaspekte bercksichtigen? 41

    7 Anhang 46 7.1 Literatur und weiterfhrende Informationen 46 7.2 Glossar und Abkrzungsverzeichnis 47

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    Gruwort der Prsidenten der Landesvermessungsmter von Bayern und von Baden-Wrttemberg

    Hauptaufgaben der Landesvermessung und des Liegenschaftskataster sind heutzutage das Vorhalten und Bereitstellen von Geobasisinformationen. Die Landesvermessungsmter von Baden-Wrttemberg und Bayern stehen als Datenanbieter amtlicher Geobasisdaten in rumlicher Nhe zum Runden Tisch GIS e.V. und begren dessen Aktivitten, sowohl Nutzer als auch Anwender von Geoinformationen zusammenzubringen.

    In beiden Bundeslndern sind per Gesetz die Basisinformationen der Landesvermessung und des Liegenschaftskatasters amtliche Geobasisdaten. So trat in Baden-Wrttemberg zum 01. Januar 2005 ein neues Vermessungsgesetz in Kraft, das diese Tatsache unterstreicht. Ebenso sind in Bayern nach dem Vermessungs- und Katastergesetz fr die Einrichtung und Fortfhrung raumbezogener Informationssysteme in der ffentlichen Verwaltung seit dem 23.11.2001 grundstzlich die Daten der Bayerischen Vermessungsverwaltung als Basisdaten zu verwenden.

    Die Aufgabe, Geobasisdaten zur Verfgung zu stellen, bedingt hhere Anforderungen an die Art und Weise des Vorhaltens und Bereitstellens der Daten. Verstrkt werden hier Online-Konzepte zum Tragen kommen. Sowohl Baden-Wrttemberg als auch Bayern stellen sich dieser neuen Verpflichtung. So hat Baden-Wrttemberg seit fast vier Jahren das Geodatenportal GEODIS in Betrieb (http://www.lv-bw.de). Die Bayerische Vermessungsverwaltung bietet bereits verschiedene internetbasierte Viewer an wie den BayernViewer fr Digitale Orthophotos und die TK50 (http://www.geodaten.bayern.de/bayernviewer/), den BayernViewer aqua zur Darstellung berschwemmungsgefhrdeter Gebiete und den BayernViewer agrar zur Online-Untersttzung beim Ausfllen landwirtschaftlicher Frderantrge.

    Auch die politischen Entscheidungsebenen tragen den Wnschen nach besserer Verfgbarkeit von Geoinformationen Rechnung. So hat beispielsweise die Bayerische Staatsregierung im Juli 2002 ein Konzept fr die Einfhrung von eGovernment in der bayerischen Staatsverwaltung beschlossen mit dem Ziel, IuK-Strategien fr die gesamte Staatsverwaltung ressortbergreifend zu entwickeln. Unter Federfhrung des Staatsministeriums der Finanzen wurde eine Geschftsstelle fr den Aufbau einer Geodateninfrastruktur Bayern (GDI-BY) geschaffen. Auf Bundesebene wurde der Interministerielle Ausschuss fr Geoinformationswesen (IMAGI) und eine Geschfts- und Koordinierungsstelle fr eine GDI-DE eingerichtet. In Baden-Wrttemberg hat eine vergleichbare Entwicklung stattgefunden.

    Zu dieser Sachlage passt vortrefflich, dass sich eine unabhngige Stelle wie das Institut fr Angewandte Forschung der Fachhochschule Nrtingen (Baden-Wrttemberg) in Zusammenarbeit mit dem Runden Tisch GIS e.V. in Mnchen und ausgewhlten GIS-Fachleuten aus der Praxis mit dem Thema Qualitt von digitalen Geodaten in besonderer Weise befasst. Mit dem vorliegenden Leitfaden ist der Nutzer und Kunde auf einem wichtigen Arbeitsfeld nicht mehr auf sich allein gestellt, sondern hat eine verlssliche Orientierungshilfe an die Hand bekommen. Wir wollen zur umfassenden Anwen--dung dieses Leitfadens gerne ermuntern und auch dazu auffordern, die dargelegten Kriterien fr einen Qualittscheck der angebotenen digitalen amtlichen Geobasisdaten einzusetzen. Fr konstruktiv kritische Feststellungen und Anregungen zur Qualitt unserer Daten sind wir immer dankbar.

    Dem Leitfaden GIS und Datenqualitt in Planungsbro und Behrde wnschen wir guten Erfolg, weite Verbreitung und aufmerksame Leser. Dieses Werk hat einen regen Gebrauch in der tglichen Praxis verdient.

    Prof. Gnter Nagel Prsident des Bayerischen Landesvermessungsamts

    Hansjrg Schnherr Prsident des Landesvermessungsamts Baden-Wrttemberg

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    Vorworte

    Viele Gemeinden, Stdte, Landkreise, aber auch weitere Behrden und Institutionen haben zwischenzeitlich ein geographisches Informationssystem eingefhrt. Auf GIS Daten basieren in zunehmendem Mae Planungen und Entscheidungen. Deren Richtigkeit hngt oft ganz wesentlich von der Qualitt der verwendeten Daten ab.

    Erfahrungsgem liegt bei Einfhrung und Nutzung eines GIS der berwiegende Kostenanteil in der Erfassung und Pflege der Daten. Der wachsende Datenbestand- und damit verbunden die immer vielfltigeren Nutzungsmglichkeiten - stellen ber die Zeit gesehen den wesentlichen Wert eines GIS dar. Voraussetzung fr die sichere, dauerhafte und vor allem wirtschaftliche Nutzung ist aber ein Mindeststandard fr die Dokumentation und Qualitt der Daten.

    Alle, ob Kommunen, Planungsbros oder sonstige Behrden, erhalten mit diesem Leitfaden konzentriert und doch umfassend wichtigste Informationen zu GIS und Datenqualitt. Ein Thema, das beispielsweise bei Ausschreibung und Vergabe von Planungen und Ingenieurleistungen sowohl fr den Auftraggeber wie fr den Auftragnehmer bedeutend ist.

    Brgermeister Dieter Fischer Landschaftsarchitekt Ulrich Voerkelius

    Geodaten sind die kostenintensivste und oft langlebigste Komponente eines Geoinformationssystems. Dabei sind die Kosten fr die Datenbereitstellung eng mit den Qualittsansprchen an die Daten korreliert. In der GIS-gesttzten Planung werden zahlreiche Daten aus unterschiedlichsten Datenquellen verwendet. Seit Anfang der 80er Jahre werden in Behrden, Wirtschaft und von privaten Firmen planungsrelevante Daten mit unterschiedlichen Anwendungszielen, unterschiedlichen Geoinformationssystemen und unterschiedlichen Qualittseigenschaften produziert. Die Frage, ob in GIS-Projekten fr die Planung bereits vorhandene Daten verwendet werden knnen, oder ob eine projektbezogene Digitalisierung aus analogen Karten und Plnen notwendig ist, hngt neben der flchendeckenden Verfgbarkeit und dem Preis fr die Daten in ganz entscheidendem Mae von den Qualittseigenschaften ab. Diese Eigenschaften wie: Aktualitt, Genauigkeit, Richtigkeit, Vollstndigkeit und Konsistenz bestimmen im Verarbeitungsverlauf der Daten in Projekten nicht nur deren eigene Qualitt, sondern auch mitunter die Qualitt von Entscheidungen, die ja auf der Grundlage von Ergebnisherleitungen und -darstellungen getroffen werden.

    Der Runde Tisch GIS e.V. mchte mit dem Leitfaden vor allem GIS-Praktikern eine Arbeitshilfe an die Hand geben, die sie in konkreten Planungsprojekten fr folgende Teilprozesse einsetzen knnen:

    - Anforderungsanalyse, Auftragsvergabe und berprfung der Datenerfassung,

    - kombinierte Nutzung von eigenen und vorhandenen externen Daten,

    - Interpretation und Bewertung von Projektergebnissen.

    Der vorliegende Leitfaden wurde im Auftrag des Runden Tisch GIS e.V. von Herrn Professor Lenz und Frau Schukraft vom Institut fr Angewandte Forschung an der Fachhochschule Nrtingen erstellt. Die Fachhochschule Nrtingen ist Mitglied am Runden Tisch GIS e.V. und hat sich seit mehreren Jahren auf den GIS-Einsat