hoch3 #4/2011

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hoch3 - die Zeitung der TU Darmstadt. Themen: Hochschulbad, Dual Mode Universität, Conduct-by-wire, Recht auf digitale Kopien

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  • Nr. 4/Juli 2011

    Pressesend

    ung N

    r. D 14253 F

    Schon bezahlt!

    Jahrgang 7 4. Juli 2011

    Sommerstatt Semester

    Elektronisch IIIMaschinenbauer entwickeln das Autoassistenzsystem Conduct-by-Wire: Fahrer steuern und bremsen per Display.

    Seite 19

    DenkenFokus

    Elektronisch IIDie Uni pocht auf das Recht des digitalen Kopierens elektronischer Texte. Der Bundesgerichtshof urteilt.

    Seite 10

    Handeln

    Elektronisch IImmer und berall mit digitalen Medien lernen: Der Weg zur Dual Mode Universitt.

    Seite 4

    Die Zeitung der Technischen Universitt Darmstadt www.tu-darmstadt.dehoch3

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  • Seite 2Technische Universitt Darmstadt | hoch3 | Juli 2011

    1680 Kubikmeter Wasser5 Bahnen mit je 50 Metern Lnge22 Grad Celsius Wassertemperatur

    Hurra! Das Hochschulbad ist wieder offen und bietet Erfrischung nicht nur an heien Sommertagen. Nach fast zwei Jahren ist die Sanierung nun abgeschlossen. Ein Blick auf das rund-erneuerte Schmuckstck und seine Geschichte auf den Seiten 14 und 15.

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  • Seite 3 Technische Universitt Darmstadt | hoch3 | Juli 2011 Editorial

    IMPRESSUM HERAUSGEBER: Stabsstelle Kommunikation und Medien der TU Darmstadt, Karolinenplatz 5, 64289 Darmstadt Telefon 06151 162063 Telefax 06151 164128 E-Mail: presse@tu-darmstadt.de INTERNET: www.tu-darmstadt.de/vorbeischauen/publikationen/hoch3 ISSN: 18617204 TERMINE: Die nchste Ausgabe erscheint am 26. September 2011 REDAKTION: Jrg Feuck (feu), Nicole Vo (nv), Marina Pabst (map), Katrin Binner (Fotos) AUFLAGE: 6.000Namentlich gezeichnete Beitrge geben nicht unbedingt die Meinung von Herausgeber und Redaktion wieder. Die Redaktion behlt sich das Bearbeiten und Krzen eingereichter Texte vor. hoch3 erscheint jhrlich mit 7 Ausgaben, der Abonnementpreis betrgt 14 Euro.GESTALTUNG: Profilwerkstatt GmbH, Darmstadt DRUCK & ANZEIGEN: typographics GmbH, Rntgenstrae 27a , 64291 Darmstadt, Telefon 06151 719609, Telefax 06151 719621

    Fokus 4

    Lernen, wann ich will und wo ich will E-Learning bringt Freiheit. Doch auch E-Learning braucht Betreuung. Ein Einblick in die digitale Lehre an der TU Darmstadt.

    Merken 9

    Gute Orte fr die Wissenschaft: Das Kurhaus Trifels beflgelt den geistigen Austausch von Forscherinnen und Forschern; tubiblio ist begierig darauf, Publikationen zu verwalten.

    Handeln 10

    Die TU wird gehrt: vor dem Landtag zur Entwicklung der Modelluniversitt, vor Gericht zu digitalen Buchkopien.

    Verstehen 12

    Schner werden soll es: Die Lichtwiesel rumen den Wald auf, Studierende entwerfen Vorschlge fr das Immobilienmanagement, KIVA bringt Frdergeld fr interdisziplinre Lehrprojekte.

    Bewegen 14

    Groe Projekte gemeistert: Das sanierte Hochschulbad hat pnktlich zum Sommeranfang wieder geffnet, ein TU-Student hat fr seine Magisterarbeit die Anden mit dem Fahrrad berquert.

    Ausgezeichnet 17

    Ein Auenstehender sieht die Dinge anders. Professor Ulrich Kohlenbach nutzt das erfolgreich: Der Logiker findet in den Beweisen anderer Mathematiker neue Aussagen.

    Denken 18

    Forschung fr heute und morgen: Autos ber ein Touchpad steuern, Produktionsprozesse im bungsumfeld optimieren, Schmerzen durch Bildschirmarbeit vorbeugen.

    Kennen 20

    Alten Katastrophen auf der Spur: Professor Gerrit Schenk holt die Vergangenheit in die Gegenwart.

    Wissen 22

    Licht und Schatten: TU-Architekten beleuchten den Garten eines Kinder-hospitals, ein Papierdokument erzhlt vom Schicksal der Hftlinge im Konzentrationslager Mittelbau-Dora.

    Abschluss 24

    Der Fotograf Thomas Ott hat sich ein sehr przises Bild gemacht von den Bibliotheken der TU. Eine Ausstellung fasst seine Eindrcke zusammen.

    Liebe Leserinnen und Leser,ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte. Bildsprache ist ein wichtiges Stilmittel in der Kommunikation einer Universitt, um das eigene Selbstver-stndnis zu unterstreichen, emotionale und sthetische Zugnge zu Wissen-schaft und Forschung zu bahnen und das Image zu betonen. Die hoch legt ganz besonderen Wert auf prgnante Fotos: Die Formate drfen gro und in der An-mutung nahe an Magazinen sein. Abgebildet werden starke Persnlichkeiten in ihrem Arbeitsumfeld, gewhlt werden berraschende und doch geradlinige Perspektiven auf Forschungsleistungen, Vorrang hat Authentizitt, wenn es um Situationen aus Studium, Lehre und Campusleben geht.

    Die Redaktion schtzt es hoch, seit vielen Jahren mit ausgezeichneten Fotogra-finnen und Fotografen zusammenarbeiten zu knnen. Stilprgend ist Katrin Binner, die ihren Studienabschluss in Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Fotografie erwarb und lngst mit Preisen und Ausstellungen im In- und Aus-land belohnt wird. Sie fotografiert fr Publikationen wie Brigitte, GeoWissen, Manager Magazin, Neon, die ZEIT-Magazine Leben, Wissen und Campus, 11 Freunde oder Chrismon.

    Ebenso groe Freude bereitet die Kooperation mit Thomas Ott, Fotodesigner fr Architekturfotografie, der international fr Bros, Industrieunternehmen und Verlage arbeitet und etliche eigene Buchverffentlichungen vorweisen kann. Er hat eine Ausstellung mit eindrucksvollen Fotografien aus Bibliotheken der TU Darmstadt konzipiert, die in diesen Wochen im karo 5 zu sehen sind.

    Genieen Sie diese Ausgabe auch optisch! Jrg Feuck, Chefredakteur der hoch

  • Seite 4Technische Universitt Darmstadt | hoch3 | Juli 2011Fokus

    Noch immer absolvieren Studierende ihr Studium, ohne mit den ausgefeilten E-Learning-Angeboten in Kontakt zu kommen. Auslndische Studierende und studierende Eltern beispielsweise wissen die Vorteile des flexiblen Lernens mit neuen Medien zu schtzen. Die TU Darmstadt ist auf dem Weg zur Dual Mode Universitt. Sie will Prsenzveranstaltungen immer syste matischer mit anspruchsvoller digitaler Lehre verknpfen. Die Angebote sollen fachdidak-tisch gut aufbereitet sein, bei zumutbarem Aufwand fr die Lehrenden. Wel-che Projekte und Impulse gibt es aktuell an der Universitt, was ist geplant? Ein Themenschwerpunkt. Von Gerda Kneifel.

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  • Seite 5 Technische Universitt Darmstadt | hoch3 | Juli 2011 Fokus

    Die elektronischen Medien sind gar nicht so wichtig. Ein Wiki zum Beispiel ist in seiner Struktur sehr ein-fach. Wichtig sind noch immer die Ideen, wie die neu-en Mglichkeiten genutzt werden. Diesen Satz des Darmstdter Pdagogen Professor Ralf Tenberg im Ohr versuche ich, das mit dem E-Teaching-Award 2010 und dem D-ELINA 2011 ausgezeichnete Wiki des Fach-gebiets Stahlbau auf eigene Faust zu erkunden.

    Verbindung zweier theoretischer Vorlesungen, Stabilittstheorie und Theorie der zweiten Ordnung. Die Studierenden werden in zwei Gruppen aufgeteilt, von denen jede eine der beiden Vorlesungen hrt und begleitende bungen durchfhrt. Im folgenden Semester tauschen die Gruppen und hren die je-weils andere Vorlesung. Sie ergnzen dann ihre eigene bung mit dem Wissen der zweiten Vorlesung und beurteilen Arbeitsergebnisse der Kommilitonen aus der jeweils anderen Gruppe. Auf diese Weise wollen wir die Zusammenhnge zwischen den beiden Vorlesungen deutlich machen. Das war so bislang nicht mglich.

    Einfaches Medium hin oder her: Das Konzept des Stahlbau-Wikis ist ber-zeugend. Das finden auch die Architekten, die es ab dem kommenden Semester fr ihre Studierenden anpassen und einsetzen wollen.

    Die Startseite des Wikis ist klar gestaltet und so steige ich in den Menpunkt bungen ein. Von hier aus klicke ich mich neugierig immer weiter in die Tiefen des Wikispace. Irgendwann reie ich mich los, greife zum Telefonhrer und ver-einbare einen Termin mit Heiko Merle, dem Vater des Stahlbau-Wiki.

    Die meisten Studierenden sagen mir, dass sich das Wiki nicht intuitiv er-schliet. Beim E-Learning gibt es interessanterweise eine hohe psychologische Einstiegshrde, sich mit der Lehrform vertraut zu machen, berichtet der Bau-ingenieur aus mehrjhriger Erfahrung. 2006 hat er das Wiki entwickelt und seither auch dank des Feedbacks der Studierenden laufend verbessert.

    Persnlicher Wegweiser

    Ein Ergebnis davon ist Wikimap, ein persnlicher, von Merle laufend aktualisier-ter Wegweiser fr die Nutzer, aus dem sie ablesen knnen, welchen Bereich sie bereits bearbeitet haben. Fr erfolgreiches E-Learning ist individuelle Betreu-ung unbedingt notwendig, wenn man die Studierenden nicht dauerhaft ver-schrecken will. Ist die Hrde einmal genommen, haben die digital natives kein Problem mehr damit; immerhin gestalten und organisieren die Studieren-den das Wiki zu einem Gutteil selbst. Neben Lehrmaterial und ergnzender Literatur gibt es einen praktischen Teil zur Frderung des eigenverantwortlichen Lernens. Hierzu mssen die Teilnehmer selbststndig Lerngruppen bilden und bungen ausfhren, in denen sie ein selbst gewhltes Bauwerk der Region stahl-bautechnisch beschreiben. Zudem mssen sie ein vergleichbares Projekt eines Kommilitonen beurteilen. In Papierform wren eine solche Vernetzung und Dis-kussion nicht mglich. Das ist ein groer Vorteil von E-Learning, so Merle.

    Neue Verbindung

    Aber nicht nur das. Mit dem Wiki haben Merle und Professor Jrg Lange ein Problem gelst, bei dem die klassische Lehre an ihre Grenzen gestoen war: die

    In den Tiefen des WikispaceEin Wiki ergnzt die klassische Lehre Erfahrungen aus dem Fachgebiet Stahlbau

    E-Learning sollte noch mehr ein verlsslicher und durchgehender Bestandteil der Lehre an der TU Darm-stadt werden, fordert Professor Max Mhlhuser. Es wird immer noch ber individuelle Projekte vorange-trieben. Doch gibt es mittlerweile Initiativen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen.

    Internet gestellt werden wie multimediale Aufzeichnungen. Dozenten ben-tigen auf ihrem Laptop hierfr neben der Powerpoint-Prsentation fr die