DCI trialogue 2/2009

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DCI trialogue 2/2009

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  • Das CampusmagazinAusgabe 2/2009

    Dynamic Campus Initiative e.V.

  • Dynamic Campus Initiative

    trialogue 2/2009

    Inhalt

    Mathematik. Statistik. Wayne. (Moritz Umbach)Gruwort (Dr. Birger Lang)

    Mathematik und Statistik:Management ohne Zahlen, Mathematik und Statistik? (Prof. Dr. Marcus Schuckel)

    Das Unternehmen als Orchester (Christian Ph. Reichert)

    Mathematik im Management-Alltag (Andreas Delesky / Dr. Norbert Fischl)

    Business Intelligence (Dr. Stefan Eckstein)

    Aikido und konomie (Dipl.-Kfm. Thomas Ptz / Dr. Bodo Rdel)

    Stochastik fr alle Lebenslagen (Prof. Dr. Marc Kastner / Sebatian Krfer)

    Campusleben:Rhetorikseminar der DCI

    Website im Handumdrehen

    Sommerfest 2009

    Kurz notiert

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  • 1Dynamic Campus Initiative

    trialogue 2/2009

    Mathematik. Statistik. Wayne.Ein Wort vorweg

    Moritz Umbach

    Liebe Leser,

    A mans gotta do what a mansgotta do. Egal ob Student oderStudentin - was John Wayneschon 1939 im Western-KlassikerRingo aussprach, dmmert auchjedem konomen in spe sptes-tens ab Anbeginn des ersten Se-mesters fr den Bereich derMathematik und Statistik: Mankommt nicht an einem guten undbreiten mathematischen Grund-werkzeug vorbei. Genauer: einemganzen Werkzeugkasten in Formeines dicken Lehrbuchs.

    So fhlt sich so mancher in derersten Statistik-Vorlesung vondem Zahlenhaufen bedrngt, dersich nun unter Zuwirken einesProfessors an der Tafel weiterent-wickelt. Wie er wchst. Undwchst. Dieser Zahlenhaufen istnmlich unendlich gro und auchnoch ganz, normal oder einfachnur reell da. Auer natrlich, derZahlenhaufen ist gerade die L-sung des Problems. Und somitvielleicht sogar leer. Dieses Zah-lengemenge erscheint dem Stu-denten auch nicht mehr rational.Logisch: Es ist ja auch irrational.Also entweder algebraisch odertranszendent.

    Da verkleinert sich im ersten Mo-ment die Schnittmenge zwischenGelehrtem und Verstandenem ra-pide. Da steigern sich negativeEmotionen um ein Vielfaches undnhern sich dem Unendlichen ex-ponentiell an. Wer in dem Mo-

    ment zusammenbricht, sieht dieWurzel allen bels in der Mathe-matik selbst. Da ist kein gemein-samer Nenner mehr zu finden.Wenn dann die Klausur ansteht,sorgt bei manchem die Formel-sammlung fr vollkommene Zer-streuung. So steht die leereMenge dann auch nicht als rich-tige Lsung auf dem Prfbogensondern liegt dem recht perple-xen Prfling zwischen den Ohren.Einmal sagte Leonardo da VinciWer die erhabene Weisheit derMathematik tadelt, nhrt sich vonVerwirrung. Verwirrung kommtin Mathematik aber sicher ersteinmal bei jedem auf. Nein? Si-cher? Seit die Mathematikerber die Relativittstheorie her-gefallen sind, verstehe ich sieselbst nicht mehr. Selbst AlbertEinstein hatte also seine Pro-bleme mit Zahlen. Aber immernur manchmal. Wenn man sichmit einem mathematischen Pro-blem beschftigt und es letztenEndes versteht, wirkt es auf ein-mal simpel, logisch und klar. Derfranzsische Mathematiker mileLemoine hat das so formuliert:Eine mathematische Wahrheitist an sich weder einfach nochkompliziert, sie ist. Und Litera-tur-Nobelpreistrger Rabindra-nath Thakur meint was wahr ist,ist weder gut noch bse, sonderneinfach wahr.

    Mit der eingetretenen Erkenntniserweitert sich auch der Horizontder mathematischen Mglichkei-ten. Wir mssen nicht auf einem

    Standpunkt beharren, dessen Ra-dius null ist; wir mssen die Ma-thematik nicht kategorischabschlagen, wenn wir mit demZahlenwirrwarr mal wieder nichtweiterkommen. Dass der Studentauch in der Mathematik dazuler-nen kann, ist sicher, und nichtnur wahrscheinlich. Denn alleswas lediglich wahrscheinlich ist,ist wahrscheinlich falsch, soRen Descartes, noch so ein Fran-zose, noch so ein Mathematiker.Wer nun erst recht - oder immernoch - einen Frieden zwischensich und den Zahlen fr unmg-lich hlt sollte sich Johann GauWorte zu Herzen nehmen. Der for-schende Landsmann sagte ein-mal: Man darf nicht das was unsunwahrscheinlich und unnatr-lich erscheint mit dem verwech-seln was absolut unmglich ist.So kommt Hoffnung auf! Denn dieMathematik kann einem Be-triebswirtschaftler mehr lehren,als dass der Kreis ein Konstruktist bei dem an allen Ecken undEnden gespart wurde.

    Wie Mathematik und Statistikheute in Lehre, Forschung undWirtschaft von Fhrungs- undLeistungstrgern verwendet wer-den steht in ebendem trialogue,den Sie, lieber Leser, gerade inHnden halten. Und nun vielSpa beim Lesen!

    IhrMoritz UmbachChefredakteur

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    Geplanter Studienstart: Oktober 2010Studiendauer: 4 Semester + Masterthesis

    Unser Unternehmensalltag ist geprgt von Neuigkeiten, berraschungen und nderungen in den Rahmenbedingungen, die unsere planungen teilweise komplett auf den kopf stellen. Diese Normalitt findet in der akademischen ausbildung der EUFH ihren ausdrcklichen Niederschlag.Dr. A. Seeger, Geschftsfhrer Mannesmannrhren Logistic GmbH

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  • 3Dynamic Campus Initiative

    trialogue 2/2009

    GruwortLiebe Leser,

    ein trialogue zur Bedeutung vonMathematik & Statistik in Wirt-schaftstheorie und -praxis warschon lange fllig. Denn keine an-deren Disziplinen erfllen bereitsin der Schule viele mit grtemSchrecken und ebenso groerEhrfurcht. Und manche auch mitgrter Bewunderung, ja, sogarbis hin zur Liebe! Viele Nobel-preistrger und andere Wissen-schaftler, aber auch Philosophenund rmische Klassiker, formu-lierten Unmengen von Aphoris-men, geflgelten Worten undpointierten Zitaten, um ihr be-sonderes Verhltnis gerade zurMathematik auszudrcken. Dochwas macht dieses Verhltnis aus?Bereits von Geburt an verbindetuns ein unsichtbares Band mitder Mathematik. Nicht nur, dasswir sofort gezhlt, vermessenund gewogen werden, vielmehrwerden ber uns auch unverzg-lich Urteile unter Verwendung un-scharfer statistischer Vergleichs-mae gebildet. Ganz schngro, ganz schn schwer,ganz schn hbsch heit es so-fort. Schon frh allerdings tauchtauch die der eigentlich unbe-stechlichen Mathematik/Statistikeigene, hufig auch nur einseitigangewendete, Interpretationsf-higkeit auf: Nur selten hrt manganz schn klein, sehr leichtoder hsslich. Wir bemerken:Der Anwendungszweck bestimmthufig den Einsatz, wie auch vieleZahlenjongleure immer wiederbeweisen.

    Auch in der Schule bringt die Ma-thematik immer wieder neue As-pekte und Einsichten, ja sie fhrtuns sogar um die Welt. Nach wie

    vor gehrt fol-gende Aufgabe zumeinen persnli-chen Schul-High-lights: Jemandhat 300 Rupienund sechs Pferde.Ein anderer hatzehn Pferde, abereine Schuld von100 Rupien. BeiderVermgen ist gleich gro. Wie vielkostet ein Pferd? Warum eigent-lich nicht Kamele und Dinare oderPekaris und Pesos? Sehr schnelllehrt uns die Mathematik aberauch, dass die Welt sehr abstraktformuliert geradezu formali-siert werden kann. Axiome,Stze und Beweise fliegen unsum die Ohren und dienen dochzu nichts Geringerem, als dieWelt in allerdings wenig plasti-sche Strukturen zu fassen. Damiteinher geht dann, dass wir ei-gentlich stndig ein schlechtesGewissen haben mssten. Denngrundstzlich wre es doch not-wendig, immer noch ein wenigmehr zu tun, um eine solcherma-en strukturierte Welt auch nurannhernd zu verstehen. Aller-dings realisieren wir zugleichauch, dass nur wenige von unsdie Chance haben werden, wirk-lich viel oder gar alles nachzuvoll-ziehen. Wir lernen: Mathematikpolarisiert, und wir sind langeglcklich, wenn sie uns und wirsie zufriedenlassen knnen.

    Doch sptestens mit der Auf-nahme eines Betriebswirtschafts-studiums stellt sich dann dieFrage: Wie viel Mathematik undStatistik braucht man nun eigent-lich wirklich? Anwendungszwe-cke finden sich in vielenLebenssituationen sowie in na-

    hezu jedem Gebietder Betriebswirt-schaftslehre. Die Be-urteilung von groenoder kleinen Finanzie-rungen anhand vonRenditeberlegungenist ohne solide Kennt-nisse von Mathematikund Statistik nichtdenkbar. Genauso

    verhlt es sich mit einer Einscht-zung der Stranflligkeit einerMaschine, der Auswertung vonBefragungsergebnissen in derMarktforschung oder der Bere-chung und dem Vergleich vonHandelsspannen. Diese Vielsei-tigkeit begleitet uns bewusstoder unbewusst - durch dasganze Leben; bei alltglichenProblemen genauso wie im Stu-dium. Und wir begreifen: Mathe-matik & Statistik sind dual!

    In der vorliegenden Ausgabe destrialogue finden Sie viele Anwen-dungsbeispiele. Ich hoffe, dassSie die Lektre noch mehr moti-viert, sich mit diesem Hand-werkszeug zu beschftigen undes zu erlernen. Und ich verspre-che Ihnen: Da Mathematik undStatistik von Menschen formali-siert wurden, knnen sie auchvon Menschen verstanden wer-den. Mit individuellem Aufwandund Engagement werden Sie alsolernen, selbst zunchst kompli-ziert und abstrakt erscheinendeProblemstellungen erfolgreich zulsen und hierdurch Ihren be-triebswirtschaftlichen Analyse-und Methodenkasten fllen. Hier-bei wnsche ich Ihnen alles Guteund viel Erfolg!

    Ihr Birger Lang

    BERUFSBEGLEITENDE MASTERPROGRAMME DER EUFH

    E U R O P I S C H E FAC H H O C H S C H U L E

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    Unser Unternehmensalltag ist geprgt von Neuigkeiten, berraschungen und nderungen in den Rahmenbedingungen, die unsere Planungen teilweise komplett auf den Kopf stellen. Diese Normalitt findet in der akademischen Ausbildung der EUFH ihren ausdrcklichen Niederschlag.Dr. A. Seeger, Geschftsfhrer Mannesmannrhren Logistic Gm