Rising Stars – die Stars von morgen 6 SIGNUM saxophone quartet .Rising Stars – die Stars von

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  • Rising Stars die Stars von morgen 6

    SIGNUM saxophone quartet Sonntag26. April 201516:00

  • Bitte beachten Sie:

    Ihr Husten strt Besucher und Knstler. Wir halten daher fr Sie an den Garderoben Ricola-Kruterbonbons bereit und hndigen Ihnen Stoff taschen tcher des Hauses Franz Sauer aus.

    Sollten Sie elektronische Gerte, insbesondere Mobiltelefone, bei sich haben: Bitte schalten Sie diese unbedingt zur Vermeidung akustischer Strungen aus.

    Wir bitten um Ihr Verstndnis, dass Bild- und Tonaufnahmen aus urheberrechtlichen Grnden nicht gestattet sind.

    Wenn Sie einmal zu spt zum Konzert kommen sollten, bitten wir Sie um Verstndnis, dass wir Sie nicht sofort einlassen knnen. Wir bemhen uns, Ihnen so schnell wie mglich Zugang zum Konzertsaal zu gewhren. Ihre Pltze knnen Sie sptestens in der Pause einnehmen.

    Bitte warten Sie den Schlussapplaus ab, bevor Sie den Konzertsaal verlassen. Es ist eine schne und respektvolle Geste gegenber den Knstlern und den anderen Gsten.

    Mit dem Kauf der Eintrittskarte erklren Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Bild mglicherweise im Fernsehen oder in anderen Medien ausgestrahlt oder verffentlicht wird.

    Vordruck/Lackform.indd 2-3 11.07.14 11:16

  • Rising Stars die Stars von morgen 6

    Nominiert von Festspielhaus Baden-Baden, Konzerthaus Dortmund, Elbphilharmonie & Laeiszhalle Hamburg und Klner Philharmonie

    SIGNUM saxophone quartet Bla Kemperle Sopransaxophon Erik Nestler Altsaxophon Alan Luar Tenorsaxophon David Brand Baritonsaxophon

    Sonntag 26. April 2015 16:00

    Pause gegen 16:50 Ende gegen 18:00

    15:00 Einfhrung in das Konzert durch Bjrn Woll

    Gefrdert durch die Europische Kommission

    Rising Stars die Stars von morgen 5

    Nominiert von Calouste Gulbenkian Foundation Lisbon und Casa da Msica Porto

    Matosinhos String Quartet Vitor Vieira Violine Juan Carlos Maggiorani Violine Jorge Alves Viola Marco Pereira Violoncello

    Sonntag 8. Mrz 2015 16:00

    Pause gegen 16:40 Ende gegen 18:00

    15:00 Einfhrung in das Konzert durch Bjrn Woll

    Gefrdert durch die Europische Kommission

    15527_KM_08-03-2015_16Uhr_c.indd 1 04.03.15 11:30

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    PROGRAMM

    Jean Sibelius 1865 1957Andante festivo (1922)fr StreichquartettBearbeitung fr vier Saxophone vom SIGNUM saxophone quartet

    Alexander Glasunow 1865 1936Quartett fr vier Saxophone B-Dur op.109 (1932)AllegroCanzona varieAllegro moderato Pi mosso

    Gyrgy Ligeti 1923 2006Sechs Bagatellen (1953/97)fr Blserquintett. Eingerichtet fr Saxophonquartett von Fabian OehrliAllegro con spiritoRubato. LamentosoAllegro graziosoPresto ruvido(Bla Bartk in memoriam) Adagio. Mesto Allegro maestosoMolto vivace. Capriccioso

    Pause

    Georg Friedrich Haas *1953Saxophonquartett (2014)Kompositionsauftrag von KlnMusik und European Concert Hall Organisation (ECHO) Urauffhrung

    George Gershwin 1898 1937Suite nach Themen aus Porgy and Bess (1936)arrangiert fr Saxophonquartett von Sylvain DedenonJasbo BrownSummertimeTheres a boat leaving soonIt aint necessarily soFinal

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    ZUM KONZERT

    Exot der KammermusikDie Quartettbesetzung mit vier Saxophonen ist eine Seltenheit in der klassischen Musik. Im Interview spricht Erik Nestler, Mitglied des SIGNUM saxophone quartet, ber diese exotische Formation und das Konzertprogramm, das die Urauffhrung einer Kompo-sition von Georg Friedrich Haas enthlt.

    Herr Nestler, Saxophonquartette gibt es nicht viele, wie kam es zur Grndung des SiGNUM-Quartetts?

    Bla Kemperle, David Brand und ich haben uns beim Stu-dium in Kln kennengelernt, Alan Luar war zu der Zeit noch in Wien, er kannte Bla aber schon aus seiner Zeit in Slowenien. Die ursprngliche Besetzung war zwar eine andere, aber durch eine Freundschaft verbunden haben wir ber die Jahre so zusammengefunden.

    Das Saxophonquartett ist ein Exot in der Kammermusik, hat mit dem Streichquartett aber einen nahen Verwandten bzw. ein Vorbild. Wie hnlich sind sich die beiden Formationen?

    Das Saxophon ist wirklich exotisch, weil es so spt erst erfunden wurde: Mitte des 19. Jahrhunderts in Belgien. Damit hat es die Hochzeit der Klassik verpasst und ist erst in die Romantik hinein-gerutscht, in der hauptschlich Komponisten zweiten und dritten Ranges fr das Instrument geschrieben haben. Rossini hat sich zwar zu dem Statement hinreien lassen, dass das Saxophon dasjenige Instrument sei, das der menschlichen Stimme am nchsten kommt. Zu der Zeit hat er allerdings schon nicht mehr komponiert, sondern nur noch Kochbcher geschrieben, daher gibt es von ihm keine Komposition fr Saxophon. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts kam das Saxophon mit dem Jazz wieder nach Europa, wo dann Komponisten wie Debussy, Ravel und Bartk das Instrument eingesetzt haben. Aber bereits der Erfin-der Adolphe Sax hat das Quartett so konzipiert, wie wir es heute

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    vorfinden: mit Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon. Damit gibt es das Saxophonquartett praktisch von der Erfindung des Instrumentes an, und die ersten Stcke fr die Besetzung wurden auch sechs Jahre spter schon geschrieben. Aber unser groes Vorbild ist natrlich das Streichquartett, deswegen arbeiten wir auch regelmig mit den Streicherkollegen wie dem Quatuor bne oder dem Artemis-Quartett. Da gibt es schon Parallelen von der Stimmaufteilung, allerdings haben wir nicht zwei glei-che Instrumente wie die Violinen, sondern Sopran- und Altsaxo-phon, die doch eine unterschiedliche Klangsprache habe. Aber wir spielen durchaus auch Bearbeitungen von Streichquartetten.

    Wenn Sie mit den Mitgliedern von Quartetten wie dem Quatuor bne zusammenarbeiten, was genau gucken Sie sich von diesen ab?

    In erster Linie ist es die Tradition: Selbst junge Quartette wie das Quatuor bne stehen in einer langen Tradition von Streichquar-tetten, die bereits mehrere Jahrhunderte andauert, und in der Wissen von einer an die nchste Generation weitergegeben wird. Bei uns gibt es das nicht, dafr ist das Saxophon zu jung, und auch die Ausbildung steckt noch in den Kinderschuhen. Wir kn-nen da also vieles lernen, wie die Quartettbesetzung funktioniert, beispielsweise was die Balance und den Klang angeht.

    Streichquartette nennen als bergeordnetes Ziel oft die Arbeit an einem eigenen, unverwechselbaren Quartettklang. Wie sieht das beim SiGNUM saxophone quartet aus?

    Bei uns steht immer die Musik im Mittelpunkt, danach richtet sich bei uns alles, auch der Klang. Unser Gesamtklang ist bei einem Haydn-Quartett ein anderer als zum Beispiel in der Kom-position von Georg Friedrich Haas, die wir in Kln urauffhren. Der Klang spielt fr uns natrlich eine zentrale Rolle, die Balance oder das Finden der richtigen Farben, aber er passt sich immer dem jeweiligen Stck an. In unseren Konzerten gibt es meist eine

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    Metamorphose von eher klassischen Werken, egal ob original fr Saxophon wie dem Werk von Glasunow oder Streicherbearbei-tungen, bevor es im zweiten Teil lockerer wird wie zum Beispiel mit Gershwin. Meistens haben wir dann noch einen ausgedehn-ten Zugabenblock, in dem wir zumindest musikalisch richtig die Sau rauslassen knnen.

    Das Repertoire fr Saxophonquartett ist bei weitem nicht so umfangreich wie dasjenige fr Streichquartett. Sind Sie da manch-mal neidisch auf die Kollegen?

    Es ist schon ein wenig deprimierend, wenn man sich die Flle der Streichquartett-Literatur ansieht. Aber zum Glck lassen sich viele Werke beispielsweise von Mozart oder Haydn ganz gut fr das Saxophon adaptieren. Bei Beethoven geht das etwa viel weniger gut, was wirklich schade ist. Wir werden in der nchsten Saison Beethovens Quartett Opus 18, Nr. 4 spielen, und haben dafr lange berlegt, was passt, denn es geht nicht mit allen Streichquartetten. Es wre zum Beispiel Unfug, die Groe Fuge mit Saxophonquartett zu spielen. Das ist tatschlich ein Wermutstropfen.

    Wie ist das Programm fr das Rising-Stars-Konzert in Kln entstanden?

    Als wir vor zwei Jahren als Rising Stars ausgewhlt wurden, haben wir uns im ersten Moment riesig gefreut. Dann stellte sich aber gleich die Frage: Was spielen wir? Uns war klar, dass dies eine groe Chance fr uns ist, aber auch fr die Besetzung des Saxophonquartetts, in den Fokus von groen Husern zu rcken und damit mglichst viele Menschen in Europa anzu-sprechen. Wir haben da auch eine Verantwortung. Deswegen wollten wir das unserer Meinung nach Beste prsentieren. Wir haben uns daher fr einen Mix aus Bearbeitungen und Original-werken entschieden, wie dem Saxophonquartett von Glasunow. Das ist eines der besten Originalwerke fr die Besetzung, wenn

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    es auch oft verkannt wird, weil es relativ komplex ist. Um das Publikum einzustimmen, spielen wir am Anfang die Bearbeitung eines Werkes von Sibelius, Andante festivo fr Streichquartett. Da haben wir etwas Dramaturgisches vor, mehr kann ich dazu aber noch nicht sagen, weil es eine berraschung ist. Hinzu kommt dann noch eine Bearbeitung von Ligetis Sechs Bagatellen fr Bl-serquintett, die der Komponist selbst autorisiert hat. Weiter geht es dann mit der Urauffhrung der neuen Komposition von Georg Friedrich Haas, bevor wir mit Gershwin locker zu unserem Zuga-benteil berleiten mal sehen, wie lang der in Kln wird. (lacht)

    Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Georg Friedrich Haas, der einer der erfolgreichsten Komponisten seiner Generation ist?

    Das Schne war, dass wir uns das wirklich aussuchen konn-ten. Die Klner Philharmonie wollte fr uns ein Stck in Auftrag geben, und fragte, wen wir uns dafr vorstellen knnen. Wir kamen dann relativ schnell auf Georg Friedrich Haas, weil wir seine Werke sehr schtzen. Im April 2013 haben wir dann ein Konzert im Funkhaus des WDR besucht, bei dem er anwesend war, und kamen schnell berein. Er sagt immer, dass er auf der Suche nach einem fernen Klang sei. Das ist etwas, was uns verbi