2015 02 invista

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Zeitschrift für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien in der EMK

Text of 2015 02 invista

  • 2/2015

    Am anderen Ende der Welt

    SE ITE 4

    SE ITE 10Am Podium aus dem Leben erzhlen

    Chilems an der Bahnhofstrasse

    SE ITE 12

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  • Invista 2/20152

    EINBLICKE

    INVISTA Beilage von Kirche und Welt, der Zeitschrift der Evangelisch-methodisti-schen Kirche der Schweiz: Erscheint 3 x pro Jahr

    Redaktor Beat BachmannRedaktion Takano-Fachstelle EMK Badenerstrasse 69, PF 1344 8026 Zrich

    Tel. 062 205 70 00 info@takano-online.ch

    Abonnement fr Kirche und Welt Schweiz: CHF 48. (fr Mitglieder und Freunde der EMK freiwillig) Ausland: CHF 68. Postcheckkonto: EMK Schweiz, Zeitschrift Kirche und Welt, 8004 Zrich, 80-23018-5Anzeigenverwaltung Jordi AG das Medienhaus, Roland Rsti Belpbergstrasse 15, 3123 Belp Tel. 031 818 01 25, Fax 031 819 38 54 inserate.kuw@emk-schweiz.ch

    Inserationsschluss fr 3/2015 14. September 2015

    Grafik + Gestaltung P+S Werbung AG, 8184 Bachenblach www.pswerbung.ch

    Druck / Vertrieb Jordi AG das Medienhaus, 3123 Belp www.jordibelp.ch

    Invista wird klimaneutral hergestellt www.preservecreation.chBildnachweise Zvg oder Takano-Archiv

    MUSICAL NAVIDAD CRIOLLA GENERATIONENBERGREIFEND

    DAS PODIUM GENERATIONENBERGREIFEND

    EINSATZ IN SANTIAGO DE CHILE STUFE V

    DIE TAKANO-STUFENSTUFE I 0-4 JAHR

    E VERTRAUEN

    STUFE II 5-8 JAHRE BIBLISCHE GESCHI

    CHTE

    STUFE III 9-11 JAHRE BIBELKENNTNIS

    STUFE IV 12-16 JAHRE GLAUBENS-/LEBEN

    SFRAGEN

    STUFE V 17-30 JAHRE JNGERSCHAFT

    CHILEMS A DE BAHNSTRASS GENERATIONENBERGREIFEND

    IMPRESSUM

    SEITE 4

    OSTERBASTELN STUFE II BIS III

    WOCHE DER JUGEND STUFE I BIS V

    KILA BEATENBERG STUFE III BIS IV

    AGENDA

    SEITE 6

    SEITE 8

    SEITE 12

    SEITE 14

    SEITE 14

    SEITE 16

    SEITE 10

    DIE TAKANO-FACHSTELLEAls Fachstelle untersttzen wir Gemeinden darin, bezie-hungsorientierte Kontakte und Beziehungen zu leben und dadurch nachhaltig mit Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien unterwegs zu sein.

    Weitere Informationen unter www.takano-online.choder rufen Sie uns an: 062 205 70 00

    INHALT

  • Invista 2/2015 3

    Nehmt einander an wie ChristusLiebe Leserin, lieber LeserIch bin Fan von der diesjhrigen Jahreslosung. Sie spricht eine tiefe Sehn-sucht in mir an. Ich sehne mich danach, dass ich angenommen werde, wie ich bin. Ich sehne mich danach, zu sein wie ich bin. Wie kann ich je begrei-fen, wer ich bin, wenn ich nicht der sein kann, der ich bin also ohne dieses Angenommensein? Ich wnsche mir, dass andere mich annehmen, wie ich bin. Gleichzeitig merke ich immer wieder, wie schwer es mir fllt, andere wirklich so anzunehmen, wie sie sind. Eine meiner prgendsten Erkennt-nisse whrend meinem Erwachsenwerden war: Ups, wir Menschen sind ja wirklich ganz verschieden. Die Leute, mit denen ich zu tun habe, ticken zum Teil ganz anders als ich auch wenn sie aus derselben Kultur und Gesell-schaftsschicht stammen wie ich.

    In meinem Wohnort gibt es zwei Landeskirchen und sechs Freikirchen. In meiner Gemeinde gibt es mehr ltere Menschen als Menschen in meinem Alter. Schnell einmal sehe ich die Unterschiede, wie wir unseren christli-chen Glauben verstehen und leben. Es gibt anscheinend so viel Trennen-des. Manchmal bin ich davon fast wie hypnotisiert und es macht mich trau-rig. Aber gibt es nicht auch viele Dinge, die uns verbinden? Und sind nicht gerade diese Dinge die grundlegenden? Davon bin ich berzeugt. Hier ein paar Dinge ber die sich wohl alle Christen der Welt einig sind:Wir alle lieben Gott. Wir vertrauen ihm und setzen unsere Hoffnung auf ihn. Sein Wille ist uns nicht egal. Jesus Christus spielt in unseren Leben eine wichtige Rolle. Und wir akzeptieren alle die Bibel. Das ist doch schon mal was, oder nicht?

    Ich glaube, dass es bei der Einheit der Menschen, die an den Gott der Bi-bel glauben, um mehr geht als um Toleranz und das Vereinheitlichen einer Lehre. Ich glaube, es geht vielmehr um eine Einheit der Herzen. Und die Grundlage dieser Herzenseinheit ist Gottes Liebe zu uns Menschen.

    Renate Karnstein schreibt in ihrer Auslegung zur Jahreslosung 2015: Christus, sein bedingungsloses Ja zu euch, seinen Kindern, ist euer Bin-deglied! Keine gemeinsame Idee oder Aufgabe, keine Lehre und keine Kir-che schaffen die Einheit, die Christus schafft.

    Wir knnen dieses tiefe Miteinander und diese Herzenseinheit nicht selber erzeugen. Nur Gott kann dieses Wunder schenken.

    Raphael Rfenacht Mitarbeiter im Jungschar-Sekretariat

    APPETIZERMir ist es wichtig, immer wieder mit an-deren Generationen im Gesprch zu sein. Wir knnen viel voneinander lernen und uns gegenseitig untersttzen. Michle Bachmann-Schweizer

    Ich erlebe das Miteinan-der als ein Wunder. Raphael Rfenacht

    Mir ist wichtig, dass wir miteinander respektvoll und gleichberechtigt um-gehen und einander trotzdem unse-re Ansichten offen mitteilen knnen. Martin Schwarz

  • Invista 2/20154

    Wer hat schon gerne Muse im KellerVon Markus Bach

    Salome, sei jetzt nicht so ungeduldig und iss dein Frh-stcksbrot!. Immer wieder am Samstag muss Ursula die kleine Salome entsprechend ermahnen. Ich kann und will aber nicht mehr am Tisch sitzen, sondern will zu den Chilems gehen, drngelt Salome. Wir ha-ben noch viel Zeit entgegnet Ursula, es fngt erst um 10.00 Uhr an. Aber das ist Salome egal! Ich esse das Brot auf dem Weg nach unten! und weg ist sie. Einmal im Monat kann Salome am Samstagmorgen kaum war-ten. Und der Grund dafr ist einfach: In der Kirche, in der sie lebt, hat es Muse im Keller

    Wer hat schon gerne Muse im Keller? Vermutlich nie-mand! In unserer Kirche ist das allerdings anders: Die Chilems a de Bahnstrass gehren zu unserer Kir-

    Generationenbergreifend

    CHILEMS A DE

    BAHNSTRASS

    che genauso selbstverstndlich wie der Pfarrer. Und das geschieht im guten Einvernehmen, schliesslich wohnen beide an der Bahnstrasse.

    Wie es dazu kam? Muse hat man sonst ja eher unge-wollt, aber diese Muse hat die EMK-Gemeinde in Uster ganz bewusst gewollt. Fr Kinder und ihre Mtter oder Vter bis zum Alter von 5 Jahren gibt es in der Gemeinde das Angebot vom Zwergli-Singen. Um den Kontakt zu Kindern und Eltern nicht zu verlieren, bis die Kinder das Jungschar-Alter erreicht haben, wurde das Projekt der Chilems ins Leben gerufen. Grosse Handpuppen in Form von Musen erleben etwas im Keller der Kirche. Markus, der Pfarrer in dieser Kirche, weiss dann im-mer eine Geschichte aus dem grossen Bibelbuch dazu

    Alle Generatio

    nen sind

    beim Projekt da

    bei

    Hier wohnen die Chilems

  • Invista 2/2015 5

    zu erzhlen. Und dazwischen fhren die naseweise Sa-lome und ihre Mutter Ursula die Kinder durch das Pro-gramm. Es werden Lieder gesungen, ja es gibt sogar einen Chilems-Song.

    Es gibt ein Znni und eine Bastelarbeit fr die Kinder. Die Eltern drfen zusehen, aber selbstverstndlich sind die Muse-Kissen fr die Kinder reserviert! Whrend der Bastelarbeit trinken die Eltern einen Kaffee oder Tee und diskutieren ber das, was ihnen so einfllt.

    Wir brauchen fr dieses Projekt sehr viele Mitarbeiten-den sagt Markus. Am Anfang war ich schon etwas in Sorge, ob so viele mithelfen wollen und knnen. Aber es haben sich ganz viele dafr begeistern lassen und wir sind bis heute noch begeistert. Heute haben wir 25 Per-sonen vom 12-jhrigen Teenager bis zum 71-jhrigen Grossvater, die ihren Teil dazu beitragen, damit die Chi-lems weiterhin an der Bahnstrasse leben knnen.

    Zeit fr Austau

    sch

    mit den Eltern

    Musekissen: reserviert fr Kinder

    Die vorwitzige Salome fesselt die Kleinen

  • Invista 2/20156

    Osterbasteln

    Von Markus Schiess, Barbara Streit

    In den vergangenen Jahren sind neue Familien in die Umgebung der EMK-Kapelle in Rheineck (SG) gezogen. Dies brachte Pfarrer Markus Schiess auf die Idee, vor den Kirchenfesten vor Weihnachten und Ostern - fr die Kinder Bastel-Halbtage anzubieten.

    Unterdessen erfreut sich das Angebot steigender Beliebt-heit, es fand bereits zum vierten Mal statt. Der Pfarrer wird bei der Vorbereitung und der Durchfhrung von sei-ner Familie untersttzt.

    Kinder auf Feste einstimmen

    Markus Schiess verteilt die Einladungsflyer an die Kin-der, die vor der Kapelle spielen oder deren Schulweg an der Kapelle vorbeifhrt. Anmelden mssen sich die Kin-der nicht, sie knnen spontan teilnehmen. 16 Kinder folg-ten an zwei Samstagmorgen der Einladung zum Basteln von Osterdekorationen.

    In diesem Jahr bastelten die Kinder am ersten Bas-teltag ein Osternesthuhn, das aus verschiedenfarbi-gem Filz ausgeschnitten und dann genht wurde. Die

    Stufe II bis III

    und sich ber das

    Resultat freuen

    Kerzenziehen braucht Geduld

    Gemeinsam basteln

  • Invista 2/2015 7

    Weihnachtsengel

    und sich ber das

    Resultat freuen

    grsseren Kinder halfen den Kleineren bei den anspruchsvolleren Arbeiten. Markus Schiess freut sich ber das harmonische Teamwork, das an dem Sams-tagmorgen entstanden ist. Das schweisst zusammen. Am zweiten Samstag schnitten die Kinder einen Oster-hasen aus und versahen ihn mit einem durchsichtigen Rundbauch. Trotz der Bastel-Anleitung der Pfarrfamilie sah am Schluss jeder Osterhase anders aus. Dies zeigte etwas von der Originalitt und Individualitt der Kinder, sagt Markus Schiess dazu.

    Zum Programm der Bastel-Angebote gehrt auch eine Geschichte. Diesmal erzhlte Markus Schiess von einem Fensterputzer und schlug damit eine Brcke zur Passi-onsgeschichte. In das Osternesthuhn und den Rundbauch des Osterhasen kamen am Schluss natrlich Oster-Eili und