Documentation of my Bachelor Thesis

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[M] was an exhibition about political image manipulation taking place in august 2012 in Weimar, Germany. This book explains the work I did and shows how the exhibition came to be.

Text of Documentation of my Bachelor Thesis

  • Dokumentation

    Abschlussarbeit BfA Visuelle KommunikationBauhaus-Universitt WeimarDaniela Schmalfeld[M] Politische Bildmanipulationen26. Mrz 20. Juli 2012Betreut durchProf. Dr. Frank Hartmann, Steffen Gro

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  • Inhaltsverzeichnis

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    Fakten

    Konzept / Aufgabenstellung

    Hintergrung, Ideenfindung und persnliche Motivation

    Recherche und Ausstellungspublikation

    Gliederungskonzept

    Auswahl der Exponate

    Rumliche Gliederung

    Rumliche Bedingungen / Aufbau

    Ausstellungstexte

    Erscheinungsbild / Gestalterische Entscheidungen

    Ausstellung in Bildern

    Resmee und Dank

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  • Fakten

    4Bearbeitungszeitraum26. Mrz 2012 20. Juli 2012

    Mndliche Prfung10. Juli 2012

    Zeitraum der Ausstellung9. 14. Juli 2012

    AusstellungsortCoudraystrae 13, Rume 301 30599423 Weimar

    BetreuungProf. Dr. Frank Hartmann(Geschichte und Theorie der Visuellen Kommunikation)Steffen Gro (Knslerische Mitarbeit)

    Originaltitel des ThemasDie Bildsprache geflschter Fotografie und Videos im Kontext politischer Meinungsbildung

    Genderter Titel[M] Ausstellung ber politische Bildmanipulationen

    Endprodukte> Begleitpublikation zur Ausstellung> Ausstellung> Dokumentation

    Anhang der Dokumentation> Begleitpublikation zur Ausstellung> Daten-CD mit Fotos> Werbematerial

  • Konzept/ Aufgabenstellung

    Die Aufgabe ist die Konzeption, Gestaltung und Durchfhrung einer Ausstellung mit dem Thema Manipulierte Bilder im Kontext politischer Meinungsbildung. Der Schwerpunkt soll auf der Vermitt-lung der Manipulationsmethoden und der Bildrethorik ausgewhlter Beispiele liegen.

    Diese knnen Fotografien, Videos oder andere Medien sein, wel-che meinungsbildend auf die Medienlandschaft einwirk(t)en und aus politischen Grnden geflscht, gestellt, verflscht, manipuliert oder in einem falschem Kontext gezeigt und als authentisch verbreitet wurden. Der Fokus liegt dabei auf Beispielen der Gegenwart und jng- eren Geschichte und weniger auf den politischen, oder zeitgeschicht- lichen Hintergrnden der Bilder, sondern eher auf deren Bildsprache und ihren unterschwelligen Botschaften. Denn selbst wenn die Be-trachter wissen, dass ein Bild geflscht ist kommt doch unterbewusst die beabsichtigte Botschaft an.

    Es sollen im Wesentlichen zwei Fragestellungen behandelt werden: Welche verschiedenen Grnde hat das politisch motivierte Manipulie-ren von Bildern? Wer flscht warum? Und: Welche Methoden des Ein-greifens in den Bildinhalt oder auf die Bildsprache gibt es und welche werden angewandt? Gibt es berhaupt Authentizitt im politischen Bild und wo verlaufen die Grenzen der Moral, der journalistischen Freiheit und des Machbaren?

    Meine Aufgabe ist es, die Inhalte zu differenzieren sowie zusammen-zufassen, Bildbeispiele zu recherchieren und in eine kommunizierbare, kategorisierte Form zu bringen. Neben der Kommunikationsstrategie und der Ausstellung selbst soll entsprechendes Werbematerial und eine Begleitpublikation entstehen, die ungefhr 60 Seiten umfasst und neben den Exponaten auch eine bildwissenschaftliche Betrach-tung enthlt.

    Dieser Text entstand bereits im Januar zur Anmeldung der Bachelor-Arbeit bei der Prfungs-kommission und wurde im Mrz fr die Bewerbung um Untersttzung durch den Kreativ- und den Frauen-frderfonds berarbeitet.

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  • Hintergrund, Ideenfindungund persnliche Motivation

    Die erste Berhrung mit dem Themenkomplex Bildflschung hat-te ich im Sommersemester 2011 im Fachkurs Pixelkorn von Steffen Gro. Ich entdeckte ein umfangreiches Thema fr mich dem die im Design eher seltene Eigenschaft zuzuschreiben ist, dass es gesell-schaftlich relevant und politisch ist. Aufgrund seiner Komplexitt beschrnkte ich micht damals auf ein spezifisches aber hufiges Ph-nomen der Bildmanipulation, dem UFO-Beweisbild und beschloss, mich in meinem Abschlussjahr erneut mit der Thematik zu beschfti-gen und tiefer einzusteigen.

    Ziel der Abschlussarbeit eines Designstudiengangs ist es, aufzu-zeigen, dass man die Inhalte des Fachs verinnerlicht und eine eigene gestalterischen Position entwickelt hat. In meinem Studium habe ich, was das Medium oder den Fachbereich anbelangt, keine Festle-gung unternommen weil mich die Visuelle Kommunikation in ihrer Gesamtheit an Umsetzungsmglichkeiten interessiert. Ich stellte mir daher folgende Frage: Was habe ich im Studium gelernt, das ich im letzten Semester prsentieren und womit ich mich fr mein Berufsziel qualifizieren kann? Im Kapitel ber Medienkompetenz schreibt Oliver Deussen1 zum Thema visuelle Rhetorik:

    Diese Bildsprache ist angelernt und kulturell geprgt, sie ist uns aber zumeist nicht explizit bewusst. Anders als bei Werbeschaffenden: Schon im Studium mssen sie sich die Bildsprache aneignen und Bilder analysieren die meisten von uns haben das hchstens ansatzweise in der Schule gemacht. Dieses Aneignen einer visuellen Lesefhigkeit (visual Literacy) gewinnt jedoch in dem Mae an Bedeutung, wie wir im tglichen Leben von Bildern berschwemmt werden. 1

    Auch wenn ich mich nicht als Werbeschaffende sehe, verstehe ich das so, dass uns als Absolventen eines Designstudiengangs die Fhigkeit zugesprochen wird, Bilder anders sehen oder mit grerer Distanz zum Bildinhalt betrachten zu knnen und eine bestimmte Fhigkeit, die Visual Literacy, zu besitzen. Das kann ich soweit besttigen und freue mich nun darauf, diese Fhigkeit dahingehen zu nutzen eine Ausstellung zu konzipieren die Medienkompetenz und visuelle Lese-fhigkeit weiter vermitteln soll. Schlielich zeigen einige Beispiele der Sammlung, dass eine frhere Erkennung der Bilder als Flschungen, den Lauf der Geschichte im Sinne der Demokratie positiver gestaltet htten, als es meistens der Fall war.

    Eine Manipulation von Bildern, die unsere Wahrnehmung des Weltgeschehens verschleiern, ist eine Einschrnkung der mndigen Brgerin und des mndigen Brgers und verwehrt ihm oder ihr die Partizipation an der Demokratie.

    1) Oliver Deussen, Bildmanipula-tionen, 2007, Kapitel Bildsprache und -analyse

    Dieser Text entstand im Mrz 2012 um meine eigene Intention zu formulieren

    Aus der Fachkursarbeit Alien to my Homeplanet, Juli 2011;entstanden im Fachkurs

    Pixelkorn mit Steffen Gro

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  • Recherche und Ausstellungspublikation

    Fr die Recherche bediente ich mich grundstzlich drei verschiede-ner Arten von Quellenmaterial: Journalistische Beitrge in Form von Online- oder Zeitschriftenartikeln, wissenschaftliche Publikationen aus Medienwissenschaft, Kunstgeschichte und Bildwissenschaft und fr die Bildersuche hauptschlich das Internet.

    Mit einzelnen Artikeln, z.B. aus dem Computermagazin ct, und populrwissenschaftlicher Literatur wie Am besten nichts Neues Medien, Macht und Meinungsmache von Tom Schiemmeck, 2010, fand ich einen guten Einstieg in die Thematik, vor allem im Bezug auf meine Fragestellung und die Determination dessen, was es berhaupt schon gibt. Solche Artikel reien das Themenfeld grob an und nut-zen meist einzelne Flle von Bildflschung als Ausgangspunkt. Dabei unterscheiden sie aber nicht zwischen verschiedenen Bildgattungen, wie dem politisch brisannten Pressefoto und einer Beauty-Retusche aus der Modefotografie. Diese Unterscheidung wollte ich unbedingt treffen und mich daher ganz dem politischen Bild widmen, das sicher unter den Bildmanipulationen eine besondere Position einnimmt. Aus journalistischen Quellen entnahm ich whrend der Arbeit hauptsch-lich Bildbeispiele und Fakten.

    Als wissenschaftliche Quellen dienten mir aus dem Bereich Medi-enwisenschaft vor allem das Grundlagenwerk von Werner Faulstich, es ist faktenbezogen und przise, und fr meine eigene Methodik half mir Marion G. Mllers Grundlagen der Visuellen Kommunikation.. Bildwissenschaft und Kunstgeschichte gehen nur vereinzelt auf Bild-manipulationen ein und dann hufig, wie der Kunsthistoriker Karl Corino, auf die Flschung von knstlerischen Objekten. Warburg-Fans wie Hartmut Bhme machen sich zwar Gedanken um die Wir-kung einzelner Bilder an sich, vernachlssigen dabei allerdings eine medienbergreifende und medienspezifische Betrachtung und be-ziehen sich in der Regel auf die Kunst. Meine Erwartung an die Bild-wissenschaft war, mit ihr herauskristallisieren zu knnen, dass auch politisch motivierte Manipulationen von Pressefotos einer gestal-terischen im Fall von Jewgeni Chaldej ja sogar fast knslerischen Intention entspringt, dass also Bildflschung eine Art der Visuellen Kommunikation, des Designs und damit eine Methode meines eige-nen Fachs ist. Das hat so nicht geklappt, weil sich die Bildwissenschaft anscheinend nur Bildern widmet, die in einem Museum hngen. Der Kunsthistoriker Peter Burke war mit seinem Buch Augenzeugen-schaft in sofern hilfreich, als dass er einen Blick auf die Geschichte gewert und mir viele Anregungen bot u.a. um die Begrifflichkeiten von Bild, Bildrealitt etc. formulieren zu knnen.

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  • Reaktion auf eine Kritik aus der Verteidigung am 10. Juli 2012

    Sehr hilfreich waren diverse Publikationen der Bundeszentrale fr Politische Bildung, BPB. Sie fassen Fakten sowie Forschungsstand und Thesen rennomierter Wissenschaftler in punktgenauen und wertneu-tralen Verffentlichungen, die sich an das breite Publikum richten, zusammen. Diese nahm ich mir auch zum Vorbild fr meine eigenen Texte. Die Ausstellung X fr U Bilder die lgen war als Quelle fr Bilder und Daten ebenso hilfreich wie fr die Formulierung der wis-senschaftlichen Teile.

    Die Bildrecherche fand zunchst mittels des bereits genannten Materials statt. Um die Bilder allerdings fr die Publikation und die Ausstellung in adquater Qualitt, Gre und Auflsung zu erhalten, nutzte ich die Bildersuchmaschine TinEye Rvearse Image Search (www.tineye.c