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Einst & Jetzt: Frankfurt (Oder)

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CULT UR C ON medien Texte: Jörg Kotterba Fotos: Heinz Köhler Historische Aufnahmen: Heinz Köhler (25) Heiko Preiß (47) MOZ-Archiv (73) Jörg Kotterba (9, 11, 21, 23, 29, 31, 33, 39, 45, 51, 75, 79, 83) Alle übrigen Sammlung Bernhard Klemm Frank Mangelsdorf (Hg.)

Text of Einst & Jetzt: Frankfurt (Oder)

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    CULTURCON medien

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    ISBN 978-3-941092-36-5

    An dem breiten Quai der alten Stadt Frankfurt, hohe Huser und Kirchen zur Seite, liegt der Dampfer und hustet und prustet. So hat Theodor Fontane Frankfurt erlebt. Seitdem sind gut 150 Jahre vergangen. Hohe Huser gibt es noch immer, allerdings htte sich Fontane bestimmt nicht vor-

    stellen knnen, dass hier einmal Brandenburgs hchstes Brohaus, der Oderturm steht. Er ist Teil der Vernderung von Frankfurt (Oder) / Subice, der in diesem Band der Edition Brandenburg mit vielen historischen und aktuellen Fotograen dokumentiert wird.

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    Texte: Jrg Kotterba

    Fotos: Heinz Khler

    Historische Aufnahmen:

    Heinz Khler (25)

    Heiko Prei (47)

    MOZ-Archiv (73)

    Jrg Kotterba (9, 11, 21, 23, 29,

    31, 33, 39, 45, 51, 75, 79, 83)

    Alle brigen Sammlung Bernhard Klemm

    Frank Mangelsdorf (Hg.)

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    Texte: Jrg Kotterba

    Fotos: Heinz Khler

    Historische Aufnahmen:

    Heinz Khler (25)

    Heiko Prei (47)

    MOZ-Archiv (73)

    Jrg Kotterba (9, 11, 21, 23, 29,

    31, 33, 39, 45, 51, 75, 79, 83)

    Alle brigen Sammlung Bernhard Klemm

    Frank Mangelsdorf (Hg.)

  • ISBN 978-3-941092-36-5

    Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliograe; detaillierte bibliograsche Daten sind im Internet ber http://dnb.d-nb.de abrufbar.

    CULTURCON medien Bernd Oeljeschlger Choriner Strae 1, 10119 Berlin Telefon 030 / 34398440, Telefax 030 / 34398442 Ottostrae 5, 27793 Wildeshausen Telefon 04431 / 9559878, Telefax 04431 / 9559879 www.culturcon.de

    Redaktion: Andreas OppermannGestaltung: Katja Gusovius, BerlinDruck: Print & Media, Dnschenburg, www.printundmedia-online.de

    Berlin / Wildeshausen 2010Alle Rechte vorbehalten.

  • ISBN 978-3-941092-36-5

    Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliograe; detaillierte bibliograsche Daten sind im Internet ber http://dnb.d-nb.de abrufbar.

    CULTURCON medien Bernd Oeljeschlger Choriner Strae 1, 10119 Berlin Telefon 030 / 34398440, Telefax 030 / 34398442 Ottostrae 5, 27793 Wildeshausen Telefon 04431 / 9559878, Telefax 04431 / 9559879 www.culturcon.de

    Redaktion: Andreas OppermannGestaltung: Katja Gusovius, BerlinDruck: Print & Media, Dnschenburg, www.printundmedia-online.de

    Berlin / Wildeshausen 2010Alle Rechte vorbehalten.

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    Es ist unbersehbar: In Frankfurt (Oder) hat sich in

    den vergangenen Jahren vieles zum Positiven ver-

    ndert, das einst berechtigten Grund zum Klagen

    lieferte. Nirgendwo sind die historischen Brche,

    Neuanfnge und Widersprchlichkeiten der deut-

    schen Geschichte deutlicher zu erkennen als in der

    Region zwischen Oder und Spree.

    Die Erinnerung an Verfolgung, Exil und ausgelsch-

    tes Leben spiegeln sich in den immer noch unber-

    sehbaren Brchen, die der furchtbarste aller Kriege

    des alten Millenniums hinterlassen hat. In seiner

    Sptfolge hrte man nach dem Ende der DDR statt

    von wiederhergestellter Schnheit viel von verlo-

    renen Industriearbeitspltzen, dramatisch gesun-

    kener Geburtenrate, vom Fortzug der Jungen und

    Intelligenten, vom Leerstand im Plattenbau, von

    Rechtsextremismus und Arbeitslosigkeit. Frank-

    furt musste besonders viele harte Schlge einste-

    cken.

    Doch im neuen Jahrtausend wandelt sich der Ort

    nach dem schweren Start mehr und mehr von der

    einstigen Bezirksstadt zu einer jungen, aufregen-

    den Stadt, die es zunehmend versteht, ihre Chan-

    cen zu nutzen und den Brgern ein immer attrak-

    tiveres Zuhause zu bieten.

    Seit zehn Jahren werden Jahr fr Jahr Millionen ver-

    baut. Allein von 2007 bis 2010 haben Unternehmen

    der Kleiststadt Frankfurt, wie sie sich wegen der

    berhmten Shne der Stadt Heinrich und Ewald

    von Kleist nennt, mehr als 600 Millionen Euro in

    industrielle Fertigung investiert.

    Besonders sichtbar gibt sich der Wandel der Stadt

    in ihrem Zentrum. Die 1945 vollstndig ausge-

    brannte Kirche St. Marien gilt seit Ende der 90er

    Jahre als wiederaufgebaut. Die allmhliche Wieder-

    inbesitznahme des als soziokulturellen Zentrums

    und nicht als Gotteshauses erffneten Baus hat der

    Stadt Brgersinn und Brgerstolz geschenkt. Pas-

    tersteine tragen Namen von Brgern, die fr den

    Wiederaufbau spendeten. Die glserne Bilderbi-

    bel genannten, zwlf Meter hohen einzigartigen

    Bleiglasfenster der Kirche sind nicht mehr russische

    Beutekunst. Die Kriegsbeute kehrte auf Initiative

    Frankfurts zwischen 2002 und 2007 wieder heim,

    als einzige grere Sammlung aus der russischen

    Trophen- oder Beutekunst, je nach Sichtweise und

    unterschiedlicher Rechtsauffassung.

    Zum neuen Frankfurt gehrt auch die alte Univer-

    sitt. Sie wurde 1811 geschlossen, nach Breslau

    verlegt und 1991 wieder erffnet. Ihre etwa 6000

    Studenten tragen dazu bei, dass das stdtische

    Leben in Frankfurt und im polnischen Subice ein

    jngeres geworden ist.

    Frank Mangelsdorf

    Chefredakteur der Mrkischen Oderzeitung

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  • 4Wenn man den vorliegenden Band sieht, habe ich

    fast den Eindruck, Sie in mehreren Stdten begr-

    en zu knnen. So vielfltig sind die Impressionen

    aus den unterschiedlichen Epochen.

    Viele bauliche Vernderungen und Entwicklungen

    werden sichtbar. Dieser Band stellt in beeindru-

    ckender Weise das alte Frankfurt dem heutigen

    Frankfurt (Oder) und dem polnischen Subice ge-

    genber.

    Es ist faszinierend sich die Entwicklung der Stadt

    anhand ihrer Bauwerke anzuschauen. Manchmal

    zugegeben auch bedrckend, wenn man sieht, wel-

    ches Kulturgut und welche geschichtlichen Zeugen

    uns verloren gegangen sind.

    Umgekehrt ist es dann umso packender zu sehen,

    dass auch heute noch Gebude vorhanden sind, de-

    ren Ursprnge fast in die Zeit der Stadtgrndung

    1253 zurckreichen die wohl markantesten Bei-

    spiele sind die Marienkirche und das Rathaus.

    Zugleich knnen, bzw. mssen wir dankbar sein,

    wenn wir erleben drfen, wie alte Bausubstanz in

    den letzten Jahren Schritt fr Schritt saniert und

    damit auch fr folgende Generationen erhalten

    wurde. Keine Frage, es gibt immer noch Orte, wo

    dringend Handlungsbedarf geboten ist, aber es hat

    sich auch schon sehr viel getan in den letzten 20

    Jahren. Wir sehen es oftmals nur nicht mehr, weil

    wir die Vernderungen in der tglichen Begegnung

    nicht mehr wahrnehmen.

    Dieses Buch gibt uns die Gelegenheit, die Vernde-

    rungen im Zeitraffer zu betrachten und uns damit

    bewusst zu machen, was sich alles verndert hat.

    Ich lade Sie herzlich ein, mich auf diese Zeitreise zu

    begleiten, Frankfurt (Oder) und Subice in Vergan-

    genheit und Gegenwart kennen zu lernen.

    Dr. Martin Wilke

    Oberbrgermeister der Stadt Frankfurt (Oder)

    LEHMEHJHerzlich Willkommen in Frankfurt (Oder)

  • 4Wenn man den vorliegenden Band sieht, habe ich

    fast den Eindruck, Sie in mehreren Stdten begr-

    en zu knnen. So vielfltig sind die Impressionen

    aus den unterschiedlichen Epochen.

    Viele bauliche Vernderungen und Entwicklungen

    werden sichtbar. Dieser Band stellt in beeindru-

    ckender Weise das alte Frankfurt dem heutigen

    Frankfurt (Oder) und dem polnischen Subice ge-

    genber.

    Es ist faszinierend sich die Entwicklung der Stadt

    anhand ihrer Bauwerke anzuschauen. Manchmal

    zugegeben auch bedrckend, wenn man sieht, wel-

    ches Kulturgut und welche geschichtlichen Zeugen

    uns verloren gegangen sind.

    Umgekehrt ist es dann umso packender zu sehen,

    dass auch heute noch Gebude vorhanden sind, de-

    ren Ursprnge fast in die Zeit der Stadtgrndung

    1253 zurckreichen die wohl markantesten Bei-

    spiele sind die Marienkirche und das Rathaus.

    Zugleich knnen, bzw. mssen wir dankbar sein,

    wenn wir erleben drfen, wie alte Bausubstanz in

    den letzten Jahren Schritt fr Schritt saniert und

    damit auch fr folgende Generationen erhalten

    wurde. Keine Frage, es gibt immer noch Orte, wo

    dringend Handlungsbedarf geboten ist, aber es hat

    sich auch schon sehr viel getan in den letzten 20

    Jahren. Wir sehen es oftmals nur nicht mehr, weil

    wir die Vernderungen in der tglichen Begegnung

    nicht mehr wahrnehmen.

    Dieses Buch gibt uns die Gelegenheit, die Vernde-

    rungen im Zeitraffer zu betrachten und uns damit

    bewusst zu machen, was sich alles verndert hat.

    Ich lade Sie herzlich ein, mich auf diese Zeitreise zu

    begleiten, Frankfurt (Oder) und Subice in Vergan-

    genheit und Gegenwart kennen zu lernen.

    Dr. Martin Wilke

    Oberbrgermeister der Stadt Frankfurt (Oder)

    LEHMEHJHerzlich Willkommen in Frankfurt (Oder)

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    Das vorliegende Buch vermittelt einen Spaziergang

    durch das Frankfurt von einst und jetzt, einen

    Bummel durch den alten, 1253 gegrndeten Ort an

    der Oder, der spter Haupt- und Handelsstadt der

    mittleren Ostmark wurde. Frankfurt war mehr als

    300 Jahre lang, zwischen 1506 bis 1811, die Stadt

    mit der ersten brandenburgischen Landesuniversi-

    tt. Mnner wie Ulrich von Hutten, Thomas Mnt-

    zer, Wilhelm und Alexander von