Lebensbrot 4/2013

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Christliche Bcker- und Konditoren Vereinigung Deutschlands

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  • Ausgabe 4 / 2013November | Dezember | Januar

    Gott gibt sich ein Gesicht

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  • Es ist Sonntag. Ich fahre mit dem Auto zur ersten Predigtstelle. Einige sind in der gleichen Richtung unterwegs, zu Fu oder mit dem Fahrrad. Ob ich sie wohl nachher in der Kirche sehe? Nicht weit von der Kirche entfernt ist die Bckerei. Dort ste-hen die Menschen bis auf die Strae und warten, bis sie die frischen Sonntagsbrtchen bekom-men. Whrend ich vorbeifahre, schieen mir viele Gedanken durch den Kopf. Was msste anders sein, dass viele zum Gottesdienst strmen wr-den? Das Angebot mit frischen Brtchen oder Kirchkaffee erweitern wird zwar gebt, doch das ist es nicht.

    Ein Hunger nach Gottes Wort? Aber Hunger ist fr mich ein Mangelbegriff, das mchte ich nie-manden wnschen. Am Ziel sehe ich ein paar Gemeindeglieder, wie z.B. die 96jhrige, die sich die Kirchstaffel hinaufbemht. Ihr ist der sonn-tgliche Gottesdienst wichtig. Im Kirchenraum sind einige Gottesdienstbesucher. Mir kam die Frage, kann ich den Menschen hier etwas bieten? Jesus sagte einmal zu seinen Jngern: Gebt ihr ihnen zu es- sen? Meine Predigt

    habe ich nach allen Regeln der Kunst vor-bereitet, doch wird sie das Brot fr den Glauben, mit dem die Gottesdienst-besucher gestrkt in die neue Wo-

    che gehen knnen? Ich empfinde, dass ich mit dem Bckerladen in Konkurrenz gehe. Ich habe noch Zeit fr ein stilles Gebet, bis die Orgel mit dem Vor-spiel einsetzt. Mir kommt ein Ich bin Wort von Jesus in den Sinn: Joh. 6,35 Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr drs-ten.

    Meine Anspannung legt sich, ein Aha Erlebnis wird dieses Wort fr mich. Ich muss nicht und kann nicht der Broterzeuger fr die Gemeinde sein. Ich muss nur das austei-len, was auch ich empfangen habe. Mit neuen inneren Verstndnis halte ich den Gottesdienst, ich habe der Gemeinde etwas zu bieten, das ihr zum geistlichen Brot werden kann. Eigentlich ist es nur der Hinweis, bei Jesus bekommt ihr und bekomme ich Lebensbrot zum Leben, sonntags im Gottesdienst und jeden Tag.

    Einen gesegneten Sonntag wnscht Ihnen

    Diakon Fruth, Mglingen

    Vom Brot des Lebens

    Jeder Sonntag ist ein Tag der Auferstehung. Er durchbricht den Alltag unseres Lebens und

    erhellt unsere Seele.2

  • Busreise der Sachsen in den Schwarzwald von Mary Weigel - Erzgebirge

    Schner Ausblick vom Schloss ber den Bodensee

    Schner Ausblick vom Schloss auf den Bodensee.

    Unsere Freizeit hatten wir vom 14. bis 21. Sep-tember 2013 im Gstehaus Tannenhhe in Vil-lingen verbracht. Die Aidlinger Schwestern hatten uns mit dem Wort Gottes und ihrem Programm sehr beschenkt. Es war abwechslungsreich, wie das Wetter. Bei unseren Ausflgen beschftigten wir uns mit dem Lied von Paul Gerhardt Geh aus mein Herz und suche Freud. Die Freude haben wir in einem guten Miteinander im Haus gefun-

    den, sowie bei unseren Ausflgen im schnen Schwarzwald, zum Bodensee und in die Schweiz.

    Es waren fr uns schne und gesegnete Tage! Mache in mir deinem Geiste Raum, dass ich dir werde ein guter Baum, und lass mich Wur-zeln treiben. Verleihe, dass zu deinem Ruhm ich deines Gartens schne Blum` und Pflanze mge bleiben.

    Unser Domizil

    Ausflug zum Bodensee mit Insel Reichenau Ausflug in die Schweiz. Napoleonschlsschen auf dem Arenenberg.

    Unsere Gruppe

    3

  • Am 9. August starte-ten 30 Teilnehmer

    mit ihrer italienbe-geisterten Reiseleiterin Angelika

    Bhm, Sekretrin fr 55 Plus und generations-verbindende Arbeit im CVJM und der Bcker-Abtlg. Nbg., zu einer Kulturreise an den Gar-dasee. Unser Fahrer, Herr Schwarz, brachte

    uns bei einer angenehmen Anreise zu unserem schn gelegenen Hotel Poiano Resort ober-halb von Garda. Von dort hatten wir einen traumhaft schnen Blick ber den See und die Sonne strahlte dazu. Zur tglichen Andacht, die meist im Bus stattfand, bekamen wir vorberei-tete Bltter, die die Tageslosung und Impulse zum Besprechen und Nachdenken enthielten.

    Kulturreise Gardasee und Verona

    geisterten Reiseleiterin Angelika Bhm, Sekretrin fr 55 Plus und generations-

    Kulturreise Gardasee und Verona

    Jeder Sonntag

    ist ein Tag der

    Auferstehung.

    Wir brauchen die

    Bibel mit Gottes

    Wort, um leben

    zu wollen.

    Afrikanisches Sp

    richwort

    4

  • Dann schallten Lieder von Band oder live gesungen durch den Bus. Auf diesen Blttern standen auch knifflige Quizfragen ber den Gar-dasee, die wir versuchen sollten, bis zum nchsten Tag aufzulsen. Ein ganztgiger Ausflug nach Verona, mit Stadtrundfahrt und Stadtfh-rung, fhrte uns natrlich auch am Balkon von Romeo und Julia vorbei. Die Arena konnten wir einstweilen von auen besichtigen.

    Am Sonntag hatten wir die Mglichkeit im klei-nen Ort Lazise, in der alten San Nicolo-Kirche, an einem evangelischen Gottesdienst in deut-scher Sprache teilzunehmen. Der Pfarrer be-richtete uns danach auch ber evangelische Gemeindearbeit in Italien. Ein Highlight dieser Reise war natrlich der Besuch in der Arena. Zum Verdi-Jahr sahen und hrten wir die ge-waltige Oper Nabucco mit etwa 240 Mitwir-kenden. Bei klarem Nachthimmel und angeneh-mer Temperatur konnten wir diese wunderschne Auffhrung genieen.

    Am nchsten Tag haben wir uns Malcesine nher angesehen, bzw. sind von dort aus mit dem Boot auf die andere Seeseite ge-fahren. Nach der Rckkehr in unser Hotel sprangen wir jedes Mal in das groe Schwimm-bad, das olympische Ausmae hatte. Zum Ab-schluss dieser schnen Reise konnten wir noch in einem kleinen Weingut, das biologischen An-bau betreibt, den Weinkeller besuchen und be-kamen neben mehreren Weinsorten regionale Kstlichkeiten gereicht. Bei der ruhigen Heim-fahrt konnten wir viele schne Erlebnisse noch einmal Revue passieren lassen.

    Hildegard Bebek

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  • Am 29. September 2013 fand unser Herbstgottes in Aue statt. Das Thema hie

    Glcklich?! Erst einmal waren alle glcklich, sich wieder zu treffen und zu sehen. Beim Kaffee konnte man sehen, wie glcklich die Besucher waren.

    Was ist Glck? Wann bin ich glcklich?Dazu konnte uns Bckermeister Matthias Wedtstein einiges erzhlen.

    Es gibt sogar einen Glcksatlas. So wird wohl jeder andere Prioritten setzen. Und was sagt die Bibel dazu? Ein Beispiel ist der 32. Psalm. Lesen sie ihn doch einmal.

    Thomas Vorberg, Erzgebirge

    Bckergottesdienst in Aue

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  • Dieses Lied hat etwas von einem Film, der in ei-ner unwirklichen Welt spielt. Wie soll man sich das vorstellen; einen Dornenwald, der sieben Jahre kein Laub getragen hat?

    Wie sehen da die Bume aus? Eine schwangere Frau, allein unterwegs, weshalb und wohin? Viele Fragen, die sich einem da stellen. In meiner Kind-heit habe ich das Lied in der Schule oft gesungen, nur der Text war mir nicht so bewusst geworden. Wenn ich heute zuhause durch den Wald gehe und die Dornenbsche ohne Bltter sehe, die von Jahr zu Jahr grer und stachliger geworden sind, so kann ich mir dieses Situation gut vorstellen. Sieben Jahre hatten diese Dornen kein Laub getragen. Sicher ist das Lied eines der vielen volkstmlichen Marienlieder und stellt uns die Frage, Was trug Maria unter dem Herzen? Es sind keine rosigen Umstnde. Eine schwangere Frau geht allein durch den Wald. Der zweite Vers spricht von Jesus und Maria. Hier ist nun von Jesus dem Ungeborenen die Rede. Mutter und Kind sind wohlauf, ein Kindlein ohne Schmer-zen, das trug Maria unter dem Herzen. Und nun beginnt pltzlich alles zu grnen, Bltter wachsen an jedem Busch und Rosen entfalten ihre Blten. Neues Leben beginnt im toten Wald. Es beginnt eine andere Zeit. Wir singen Kyrieeleison Herr erbarme dich. Es fllt eigentlich kaum auf, und doch ist es da, dieses Vertrauen, dass Er, der Herr der Welt, diese Welt verwandeln wird. Dor-nen in Rosen, Sorgen in Zuversicht, Unsicherheit in Sicherheit, Angst in Geborgenheit. Es ist wahr. Er, unser Herr, war schon vor aller Zeit. Sein Plan, den Menschen Heil und Leben zu bringen und sie von ihrer Snde und Schuld zu befreien. Ad-vent, die Zeit der Erwartung auf den kommenden

    Dieses Lied hat etwas von einem Film, der in ei-ner unwirklichen Welt spielt. Wie soll man sich das vorstellen; einen Dornenwald, der sieben Jahre kein Laub getragen hat?

    Wie sehen da die Bume aus? Eine schwangere Frau, allein unterwegs, weshalb und wohin? Viele Fragen, die sich einem da stellen. In meiner Kind-heit habe ich das Lied in der Schule oft gesungen, nur der Text war mir nicht so bewusst geworden. Wenn ich heute zuhause durch den Wald gehe und die Dornenbsche ohne Bltter sehe, die von Jahr zu Jahr grer und stachliger geworden sind, so kann ich mir dieses Situation gut vorstellen. Sieben Jahre hatten diese Dornen kein Laub getragen. Sicher ist das Lied eines der vielen volkstmlichen Marienlieder und stellt uns die

    AdventlicheBetrachtung

    volkstmlichen Marienlieder und stellt uns die Frage, Was trug Maria unter dem Herzen? Es sind keine rosigen Umstnde. Eine schwangere Frau geht allein durch den Wald. Der zweite Vers spricht von Jesus und Maria. Hier ist nun von Jesus dem Ungeborenen die Rede. Mutter und Kind sind wohlauf, ein Kindlein ohne Schmer-zen, das trug Maria unter dem Herzen. Und nun beginnt pltzlich alles zu grnen, Bltter wachsen an jedem Busch und Rosen entfalten ihre Blten. Neues Leben beginnt im toten Wald. Es beginnt eine andere Zeit. Wir singen Kyrieeleison Herr erbarme dich. Es fllt eigentlich kaum auf, und doch ist es da, dieses Vertrauen, dass Er, der Herr der Welt, diese Welt