Sachwert Magazin ePaper Nr 30

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  • Immer schn sachlich bleiben

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    JAHRES-ABONUR 15 (PRINT)

    Die aktuelle Ausgabe 2/15

  • Impressum ISSN 2197-1587Chefredakteur Julien D. BackhausExpertenbeirat Thomas HenningsAssistenz Eva-Maria PlachetkaVerlag GLN 4260268980001Backhaus Verlag Bremer Strae 24, 31608 MarkloheBremer Strae 24, 31608 MarkloheTelefon (0 50 22) 89 18 28Telefax (0 50 22) 89 13 74E-Mail info@backhausverlag.deHerausgeber Julien D. Backhaus

    Vertrieb OnlineGratis - Es besteht kein Anspruch aufrechtzeitige oder generelle LieferungFon 05022 89 18 28, service@sachwert-magazin.de

    Printausgabe:Erhltlich im deutschen HandelErhltlich im deutschen HandelEinzelheftverkauf EUR 3,90 inkl. 7% Mwst. Jahresabonnement Inland z.Z. EUR 15,00.Service abo@sachwert-magazin.de

    Alle Autoren sind fr die Inhalte selbst verant-wortlich. Sie mssen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln. Alle Inhalte sind Ur-heberrechtlich geschtzt und drfen ohneGenehmigung des Verlages weder kopiert noch verbreitet werden.Interviews fhrten Julien BackhausInterviews fhrten Julien Backhaus

    Redaktionelle Bildnachweise: pixabay, depositphotos

    ISMAIL GK BLICKWINKEL

    Julien D. Backhaus, Herausgeber & Chefredakteur

    Intelligente Strategien fr Ihre sichere Zukunft

    Ernst-Abbe-Strae 91 | 28357 BremenTelefon (0421) 36 49 75 22info@sachwertcenter-bremen.de

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    Die Crash-Propheten.Behalten Sie Recht?

    Sachwert

    Geldwert!schlgt

    Editorial

  • In einem Artikel der WELT mit dem Titel Dasgrandiose Scheitern der Crash-Propheten,werden den drei bekannten deutschenMarktexperten Dirk Mller, Max Otte und Ro-land Leuschel ihre Aussagen zum bevorste-henden Absturz der Mrkte und demScheitern der Geldpolitik aufs Brot ge-schmiert. Fr den Autor lagen die Expertenzu sehr daneben. Wir wollten von diesen Ex-perten wissen, ob sie nach wie vor zu ihrenAussagen stehen.

    Dirk Mller

    Die Brse lebt seit Anbeginn ihrer Existenzvon den Bewegungen nach oben und nachunten. Gemeinhin Schwankungen ge-nannt. Offenkundig haben viele Anleger,aber leider auch zahlreiche Journalisten mitBrsen-Halbwissen noch immer den Ein-druck, dass steigende Kurse gute und an-stndige Kurse und fallende Kurse bseund gemein sind. Es gibt also einen Hurra-

    Journalismus, der Aktienkurse in Gut undBse unterscheidet. Wer ber steigendeKurse spricht und diese prognostiziert, ist einguter Brsenexperte und wer fallendeKurse prognostiziert, ist ein bser Crashpro-phet. Das zeugt von einer kindlich naivenVorstellung von der Brse.

    Wer ber steigende Kursespricht, ist ein guter Brsen-experte, wer fallende Kurseprognostiziert, ist ein bserCrashprophet

    In der Tat sind fr den Aktienanleger fallendeKurse mindestens so erfreulich wie steigendeKurse. Ein alter Spruch am Brsenparkett lau-tete stets Mir egal ob es steigt oder fllt, einguter Hndler hat immer zwei (Handels-)Sei-ten. Fallende Kurse ist die einzige Mglich-keit fr den Anleger gute Aktien zu einemgnstigen Preis zu erwerben. Wie sollte essonst gehen? Wrden die Aktien nur steigen,am besten 20 Prozent pro Jahr wie es der Ju-beljournalismus gerne htte, htten wir eineextreme berbewertung und die Anlegerhtten keine Chance jemals zu fairen oder

    gar gnstigen Kursen zu kaufen.Je tiefer ein Markt korrigiert, umso besser frden Anleger. Denn hier kann er endlich gns-tig gute Qualitt erwerben. Jahrzehntelangrennen die Kunden jubelnd beim Winter-schlussverkauf in die Warenhuser und pr-geln sich um die gnstigen Schnppchen.Jeder freut sich hier ber die stark gefallenenPreise und bereits die Ankndigung einesSchlussverkaufs lockte die Kufer in die Ge-schfte um schon mal zu schauen, was mandenn mitnimmt, wenn der Preis reduziertwurde. Warum sollte das an den Brsen an-deres sein? Jetzt schon mal im Laden Brsenachschauen, was man denn gebrauchenkann, wenn der Preis mal deutlich reduziertwird. Und wenn es soweit ist nichts wie reinin den Laden und dem Nachbarn dasSchnppchen weggekauft.Fallende Brsen sind nichts Schlechtes odergar Bses, ganz im Gegenteil. Sie sind min-destens so wichtig zum Geldverdienen undAnlegen wie die steigenden Preise um da-nach mit den Schnppchen Geld zu verdie-nen. Der Neueinsteiger in die Brse darf sichsogar NUR ber fallende Preise freuen, dennnur dann kann er gnstig kaufen. Der Altak-tionr muss etwas smarter sein und beihohen Kursen und teuren Mrkten einen Teil

    Experten

    Behalten die Crash-Propheten Recht?

    Die Medien knpfen sich die sog. Crash-Propheten vor. Sie htten scheinbar gar nicht recht mit ihrenVerkndungen, die Mrkte wrden einbrechen. Hier nehmen sie Stellung. Von Julien Backhaus

    Crash-Propheten sehen stets dasSchlimmste kommen, das unterstel-

    len ihnen zumindest viele Medien

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  • (nie alles - falls es noch teurer wird) seiner Ak-tien verkaufen oder noch besser- gegenKursrckgnge absichern. Sozusagen denGewinn festhalten um danach bei den nied-rigeren Kursen wieder nachzukaufen. Das istBrse. Ein Journalist wie auch ein Hndler,der nur die eine Seite kennt und liebt ist einschlechter Journalist und Hndler.Wenn aber ein Journalist, der Bcher mitdem Titel Alles Gold der Welt: Die Alterna-tiven zu unserem maroden Geldsystemschreibt und dort den Zusammenbruch desWhrungssystems ankndigt, andere frderen warnende Worte kritisiert, macht ersich ein stckweit lcherlich, zumindest aberunglaubwrdig und lsst den Gedanken auf-kommen, dass er den Kollegen den Erfolgneidet.

    Roland Leuschel

    In zunehmendem Mae und rauer werden-dem Ton schiet sich die Presse wieder ein-mal auf die wenigen warnenden Stimmenein, die es weltweit noch gibt. Nachdem dasHandelsblatt bereits Anfang Juni diesesJahres mit dem Aufmacher Weltuntergang.Schlechte Zeiten fr Schwarzseher um dieAufmerksamkeit seiner Leser buhlte, legteDie Welt jetzt nach mit dem schnen TitelDas grandiose Scheitern der Crash-Prophe-ten. Wie immer, wenn die Kurse stark ge-stiegen sind, herrschen Euphorie undSorglosigkeit. Mahnende Stimmen werden indiesem Umfeld als Strenfriede wahrgenom-men. Dabei zeigt die Finanzmarktgeschichte,dass es nicht die Mahner, sondern die Dau-erbullen sind, die den Anlegern groen Scha-den zufgen. Sobald der Irrsinn an den Mrkten Einzughlt und sinnvolle konomische Grundregelnverdrngt, beginnen wir Mahner unsere Kun-den und Leser vor den unvermeidlichen Fol-gen dieser Fehlentwicklungen zu warnen.Jeder Anleger sollte zumindest wissen, mitwelchen Risiken er es zu tun hat, um selbstentscheiden zu knnen, ob er sich diesen Ri-siken aussetzen mchte oder lieber eine Zu-schauerrolle einnehmen will.Solange der Irrsinn regiert und die Kurse trotzdeutlicher berbewertung weiter steigen,knnen Sie sich als Zuschauer immerhindamit trsten, dass Sie erstens kein Geld ver-lieren und zweitens der unausweichlicheCrash nur umso schlimmer ausfallen wird, jehher die Kurse steigen und je grer die re-alwirtschaftlichen Ungleichgewichte werden. Und wenn der Crash dann kommt und Panikherrscht, dann haben Sie sowohl die Mittelals auch den khlen Kopf, um ganz gelassenden Wiedereinstieg zu planen. Sie knnendann zu Schnppchenpreisen und ber-schaubaren Risiken investieren, anstatt in Zei-ten der Massenverblendung zu spekulieren.

    Auch wir haben in der Vergangenheit immerwieder zum Kauf von Aktien geraten aller-dings erst nach dem Crash. Hau den Br ist brigens typisch fr dieEndphase von Spekulationsblasen und damitein zustzliches Warnsignal fr die extremberbewerteten und berhitzten Aktien- undRentenmrkte.

    Prof. Dr. Max Otte

    Ich habe 2006 einen mglichen Crash fr"um 2008" vorausgesagt, aufgrund der Si-tuation des Finanzsystems. Schon 1989wurde von Ravi Batra in The Great Depres-sion of 1990 ein Crash vorausgesagt. Derkam nicht, die Ungleichgewichte verschlim-merten sich weiter. 2005 waren die Zeichenam amerikanischen Husermarkt dann frmich unbersehbar.Die extrem starke Reaktion der Notenbankenkonnte ich nicht voraussehen. Die hat dieKrise hinausgezgert und verndert.Im Mrz 2009 (!) empfahl ich massiv den Ein-stieg in Aktien in Brse Online. Heute seheich das selektiver.Anders als Herr Leuschel werde ich nicht nurzum Thema Crash befragt, sondern zu einemganzen Themenspektrum. Wenn man so wieHerr Leuschel, den ich menschlich sehrschtze, so mit einem Thema identifiziertwird, ist es schwer, da herauszukommen undzu etwas anderem gehrt zu werden.Auerdem berate ich auch ber 400 Mio. Vermgen und muss mich am Kapitalmarktbeweisen. Die Performance von PI GlobalValue Fonds und Max Otte Vermgensbil-dungsfonds sind nachvollziehbar. Deswegenschreibt die Sddeutsche auch, "Man mussnicht bertreiben, um Max Otte ein gewissesGespr fr die Mrkte zu bescheinigen."

    Mittlerweile sehe ich groeGefahren, auch durch die vomWesten angezettelten Wirt-schaftskriege.

    Mittlerweile sehe ich groe Gefahren, auchdurch die vom Westen angezettelten Wirt-schaftskriege. Die Lage hat sich so zugespitztwie in meinen Lebzeiten noch nicht. Und ichhabe die 70er Jahre einigermaen bewussterlebt (Inflation, Wirtschaftskrise) und auchden NATO-Nachrstungsbeschluss und denheien Herbst 1982. Leider steigt der Gefahrkriegerischer Auseinandersetzungen auf derWelt - wir haben ja schon viele.Dennoch empfehle ich weiter, selektiv in Ak-tien investiert zu bleiben und Gold, Grund &Boden und nur etwas Liquiditt zu halten,denn auch Liqiuiditt ist in ihrem Wert be-droht.

    Experten

  • Die Immobilien sind seit Jahrhunderteneines der wichtigsten Vermgensbausteineder Deutschen. Trotzdem liegt die Eigen-tmerquote in der Bundesrepublik nochimmer unter 50 Prozent. Dies ist um so er-staunlicher, weil damit die Deutschen imeuropischen Vergleich weit hinten liegen.Problemln