Servus in Stadt & Land 12/2011

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Servus in Stadt & Land - Vorschau auf die Ausgabe 12/2011

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    12 Im SchneeEine lyrisch-fotografische Liebeserkl-rung an sterreichs Winterlandschaf-ten von Schriftsteller Peter Gruber.

    22 Zapfen-ZierDer winterliche Schmuck der Nadelbume zaubert weihnachtliche Stimmung in den Garten.

    36 Advent im KisterlSo wird der Balkon festlich geschmckt.

    134 Der fischende MarderSchwimmer, Jger, Schnffler: ein er-hellender Tauchgang zum Fischotter.

    Natur & Garten 46 Harte Schale, feiner Kern

    Walnsse sind Botschafter des Glcks und verfeinern Mehlspeisen.

    50 Gro kochen, fest essenTraditionelle Rezepte fr die Feiertage.

    62 Ser die Brote nie mundenKloatzenbrot, Stri und Christstollen schmecken nicht nur gut, sie erzhlen auch von alten Adventbruchen.

    68 Knuspriges BauwerkEin selbstgemachtes Lebkuchenhaus.

    70 Der Duft der BohneJohanna Wechselberger aus Wien rstet Kaffee noch selbst.

    Kche 78 Ein Juwel im Pinzgau

    Mit viel Geduld und Fantasie hauchte eine Familie aus Piesendorf einem uralten Gehft neues Leben ein.

    88 FundstckeAlte Schnapsflascherln schmcken einen Kranz.

    90 Christkindl-WerkstattBezaubernder Christbaumschmuck aus Stroh, Frchten, Papier und Lebkuchen.

    96 Schner ScheinWie man aus Bienenwachs dekorative Kerzen bastelt.

    Wohnen

    Dezember 2011Inhalt

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  • Servus 7

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    go 102 Der Stolz der Wlderinnen

    Die Vorarlberger Juppe wird noch wie anno dazumal gefertigt.

    122 Geschmiedet fr eine kleine EwigkeitIn Molln erzeugen zwei Brder Harnische fr die Schweizergarde.

    130 Traunviertler KunststckelnHermine Aigner & ihre Wachsstckln.

    140 In der RauchkuchlServus zu Besuch in der Gaststube von Theresia Bacher in Stuhlfelden.

    148 Wunder der HeimatZu Gast in der Dachstein-Region.

    Land & Leute 28 Rauch-Zeichen

    Servus-Expertin Miriam Wiegele erklrt die mythologischen und medi-zinischen Wurzeln des Rucherns.

    110 Die Saalfeldner KrippenschuleDie Figuren des legendren Xandi Schlffer faszinieren mit ihrer lebendigen Aura und sind Teil der Saalfeldner Identitt.

    116 Kripperl-RoasEine kleine Rundreise durch die Kulturgeschichte der alpenlndischen Krippen. Plus: die schnsten Krippen-museen in sterreich.

    Brauchtum

    5 Editorial 10 Servus daheim 32 Schnes fr drauen 34 Der Garten-Philosoph 40 Gartenpflege, Mondkalender 44 Natur-Apotheke: Johanniskraut 60 Aus Omas Kochbuch: Festtagssuppe 74 Schnes fr die Kche 100 Schnes fr daheim 118 Michael Khlmeier: Der nicht schlafen kann 146 Servus im Bauernladen 162 Gnther Schatzdorfer: Malga Coro 166 ServusTV im Dezember 170 Feste, Mrkte & Veranstaltungen 172 Leben in alten Zeiten 178 Impressum, Ausblick, Adressen

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    Coverfoto: Luis Steinkellner. Herzlichen Dank an: Familie Berger/Brandsttter, Schlitzenalmhtte; Peter Pichler, Holzhackerstube, Planai; www.holzhacker.net

  • Natur & GarteN

    Lech am arlberg, Schafberg.

  • Servus 13

    im SchneeWir sehen Bilder von magischer Schnheit.

    Wir lesen ein Mrchen des steirischen Schriftstellers Peter Gruber. Wir atmen Natur. Eine Liebeserklrung an den Winter daheim.

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  • Abtenau, tiefverschneiter Obstgarten.

  • Servus 15

    9Schneehirten fliehen im Wald

    Wehen und treiben die luftStuben von bumen den duft

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  • 16 Servus

    9SchneeStille formt Sich im Wald

    krnend um Wipfel und BaumSenkend im friedlichen flaum

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    Berchtesgadener Land, Watzmann.

    s war vor langer, langer Zeit. Im Gebirge war es sehr kalt geworden. Eine weie Decke sollte vor dem Frost schtzen. Deshalb wurden die Trolle, die als Schnee-hirten arbeiteten, in einen tiefen Schlaf versetzt. Sie trumten vom Winter.

    Die Schneehirten trugen Mntelchen aus Kristall und warme Hubchen aus Moos. Winzige Flechtenschuhe bedeckten ihre Fchen. Die kleinen Trolle schliefen und trumten so tief und fest wie niemals zuvor. Bis zum frhen Morgen, als ber den Bergen die Sonne erstrahlte.

    Wacht auf, ihr Schneehirten!, flsterte eine Stimme. Lasst es schneien. Schenkt dem Land eure Wintertrume. Treibt sie durch die Lfte. Breitet eine schtzende Decke aus vielen tausenden Flocken aus. Aber achtet gut auf euch selbst. Bleibt niemals stehen! Geht immer weiter und weiter. Denn ihr seid so klein, dass ihr im Schnee steckenbleiben knnt. Ihr msst immer weiterziehen. Wacht endlich auf, ihr Schneehirten!

    Die Trolle rieben sich die Augen. Dann lieen sie ihre Wintertrume durch die Luft treiben.

    Und siehe, die Trume durchzogen bald die ganze Taghelle. ber dem Himmel zogen Wolken auf, begleitet von krftigen Windsten. Die Schneehirten schlugen Purzelbume und kugelten kreuz und quer ber die Lnder und deren Gebirge. Immer wieder blickten sie zum Himmel. Die Wol-ken und der Wind vergngten sich mit ihren Trumen.

    Pltzlich schwebte ein glitzernder Kris-tall durch die Luft, purzelte auf die Erde. Gleich darauf fiel ein zweiter, ein dritter und die ersten Schneeflocken!

    Bald wurden es mehr und mehr. Es fielen so viele Flocken, dass niemand sie zu zhlen vermochte. Alle wirkten wie strahlende Ster-ne. Keine Flocke sah der anderen hnlich.

    Der Wind freute sich, weil sie so feder-leicht waren. Er spielte mit ihnen, wirbelte sie durch die Luft. Das Spiel gefiel den Schneehirten, denn Trolle sind lustige kleine Wesen! Mit voller Kraft lieen sie es aus ihren Wintertrumen schneien. Ihre

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    Servus 19

    Ammergauer Alpen, Plansee.

    9Schneefeuer

    flammen im Waldbrennen auf

    eiSStarrer flurflackern in

    Schneetiefer Spurknden unS

    helle gar bald9

  • Passhhe Gaberl, Stubalpe.

    9Schneehelle Schimmert im Wald

    leuchtet in Stockdunkler nachthlt fr unS menSchen jetzt Wacht

    kndet unS frieden gar bald9

  • Servus 21

    Freude war riesengro. Sie tanzten mit dem Wind, liefen um die Wette, purzelten und tollten ber Hnge und Wiesen. Sie strz-ten sich in Wechten. Es war zugleich alles wunderbar wei geworden. Der Winter war ins Land gezogen, ber Berge, Tler und Lnder. Auch die Flsse und Bche erstarr-ten vor Klte. Stille breitete sich aus.

    In diesem Zauber schnappten die Schneehirten vllig ber! Ihre Freude lie sie vergessen, dass sie immer weiterziehen mussten, um nicht irgendwo im Schnee steckenzubleiben.

    So viel bermut!, knurrte der Wind.Die Schneehirten hrten ihn nicht. Erst

    als die weie Decke so hoch wurde, dass die Schneehirten mit ihren Mntelchen, Hub-chen und Schuhen pltzlich steckenblieben, erkannten sie ihren Fehler. Sie waren zu bermtig geworden. Jetzt aber schien es fr sie zu spt zu sein. Sie konnten keinen einzigen Schritt mehr machen.

    In den Wald! In den Wald! Auch dort msst ihr es schneien lassen. In den Wald! In den Wald!, raunte der Wind ihnen zu. Es ist nicht weit. Folgt mir!, heulte er. Dann blies er krftig in den Schnee. So krftig, dass eine schmale Spur frei- gelegt wurde.

    Die Schneehirten eilten in dieser Spur vorwrts. Eifrig hasteten sie dahin. So lange, bis vor ihnen der Wald auftauchte. Erschpft machten sie eine Pause.

    Weiter! Weiter!, peitschte der Wind.Mit letzter Kraft schleppten sich die

    kleinen Schneehirten in den Wald. Bald legte sich auch ber Bume und Wurzeln ein weier Zauber. So wie berall dort, wo die Schneehirten hinkamen.

    Flocke um Flocke senkte sich zur Erde. Jetzt erkannten die Schneehirten, warum der Wind sie in den Wald getrieben hatte. Hier fanden sie Schutz vor den vielen Flo-cken. Sie schlpften unter Schneehuschen, die sich wie von Zauberhand um die Wur-zeln formten.

    Von hier aus beobachteten die kleinen Trolle stolz das Winterbild, und so sah es auch der Mond, der neugierig alles beobachtet hatte. 3

    Zum Autor: Peter Gruber wuchs auf dem elterlichen Bergbauernhof in Aich im oberen Ennstal auf. Der Romancier (Notgasse) und Lyriker lebt im Winter in Wien und im Sommer als Hirte einer kleinen Jungrinder-herde auf einer Hochalm am Dachstein.fo

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  • 50 Servus

    Feiertagsrezepte

  • Kalbsstelze mit hausgemachten Bandnudeln

    Eine feine Kalbsstelze brt man daheim nur, wenn es etwas Feierliches zu zelebrieren gibt. Weihnachten ist prdestiniert dafr. Whrend das Fleisch 2 Stunden im Rohr ist, hat man gengend Zeit, um andere Dinge zu erledigen. Oder man wendet sich der Zubereitung von hausgemachten Nudeln zu. Ebenfalls als Beilage passen brigens Krbisspalten aus dem Ofen.

    gross kochen Fest essen Wann, wenn nicht jetzt! Servus serviert vier traditionelle

    Gerichte fr die Feiertage, bei denen man sich gern Zeit lassen darf. Beim Vorbereiten in der Kche und beim Genieen

    mit lieben Gsten an der weihnachtlichen Tafel. Redaktion: uSchi KORDa, alExaNDER RiEDER Fotos: EiSENhut & MayER

  • Saibling mit Gewrzreis

    Der Fisch gilt als Symbol Christi und wird traditio-nell am Heiligen Abend gegessen. Weit verbreitet ist der Weihnachtskarpfen, es darf aber auch einmal ein wunderbarer heimischer Saibling sein. Als Beilagen empfehlen wir Gewrzreis und Mangoldgemse.

    52 Servus

  • 54 Servus

    die Spitzmarke